Tommy Thormann (* 1994) ist ein rechtsextremer deutscher Politiker (AfD) und Abgeordneter im Landtag Mecklenburg-Vorpommern.
Er wohnt in Sassnitz auf Rügen. Er ist ehemaliger Lokführer und Soldat.
Thormann ist seit 2016 Mitglied der AfD, seit 2024 ist er Mitglied der Stadtvertretung Sassnitz sowie des Kreistags Vorpommern-Rügen. Er war Vorstand der rechtsextremistischen Junge Alternative Mecklenburg-Vorpommern bis zur Auflösung 2025 und wurde Beisitzer bei Gründung der Nachfolgeorganisation Generation Deutschland MV. Bei der Landtagswahl am 20. September 2026 wurde er in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Thormann ist Sprecher für Linksextremismus der AfD-Fraktion im Landtag.
In einem Verfassungsschutz-Gutachten 2019 wurde Thormann erwähnt, da er laut dem JA-Landesverband in einer Rede bei einer Gedenkveranstaltung 2017 die vermeintliche „Verlogenheit des etablierten Schuldkultes“ bemängelt hatte. Ein Bild, welches er im Juni 2023 auf Facebook teilte, zeigt ihn in einem T-Shirt mit dem aus der US-amerikanischen rassistischen Szene stammenden Spruch „It's okay to be white“. Dazu trug er eine Sonnenbrille, ein Tuch vor dem Mund und einen Stahlhelm.
Im Januar 2026 forderte er in einem Instagram-Beitrag millionenfache „Remigration“ mit dem Hashtag „abschiebenrettetleben“, laut eigener Beschreibung unter anderem zum Schutz des Rechtsstaates.
Bei einer Veranstaltung im April 2026 drohte er, politische Gegner der Partei würden bei einer Regierungsübernahme der AfD „in Grund und Boden“ verboten werden. Die Ausführungen leitete er laut NDR mit einem expliziten Hinweis auf die Partei Die Linke ein.
Am 21. Oktober 2026 zeigte Thormann bei der ersten Sitzung des Landtages nach der Landtagswahl 2026 eine White-Power-Geste und veröffentlichte ein Video davon auf seinen Instagram-Account. SPD, Linke und Grüne forderten darauf seinen Fraktionsausschluss.
| Personendaten | |
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| NAME | Thormann, Tommy |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (AfD) |
| GEBURTSDATUM | 1994 |