Tomoki Sanders (* 13. November 1994 in New York City) ist ein japanisch-amerikanischer Jazzmusiker (Tenorsaxophon, Komposition), der „in seiner Musik den Spirit seines berühmten Vaters“ Pharoah Sanders weiterträgt.
Sanders, dessen Vater der Tenorsaxophonist Pharoah Sanders ist, begann im Alter von vier Jahren Schlagzeug und Perkussion zu spielen und mit sechs Jahren Es-Klarinette. Mit zehn Jahren schenkte ihm sein Vater ein Altsaxophon. Seinen ersten Auftritt hatte er mit 13 Jahren. Mit 14 Jahren wechselte er zum Tenorsaxophon und spielte anschließend in verschiedenen Schulen, Veranstaltungsorten und Clubs in der japanischen Region Kantō. Als Sideman der Psychedelic-Rock-Band The Tengoku Batake Japon (THE 天国畑 JAPON) war er an den Aufnahmen von deren zweitem Album „Karomi No Step“ (かろみのすてっぷ) beteiligt. Zwischen 2014 und 2018 studierte er Instrumentalvortrag und Musikproduktion am Berklee College of Music.
Sanders zog dann nach New York City. Er gehörte zur Band von Kassa Overall, mit dem auch mehrere Alben wie Animals entstanden, und arbeitete mit Tatsuya Nakamura, Ravi Coltrane, Taylor McFerrin, Mark De Clive-Lowe, Maurice „Mobetta“ Brown, Shing02, Matthew Garrison, George Garzone, Hajime Yoshizawa, Root Soul, Fumio Itabashi, TOKU, Raymond McMorrin, dem Trio von Jack DeJohnette und dem Trap Music Orchestra. 2023 legte er mit Kyoko Takenaka das Album Planet Q vor. 2025 tourte er mit seinem Quartett in Europa; auf dem Jazzfestival Saalfelden mischte er „Elektronik und leichtfüßigen Jazzrock mit gediegenen Soli und einer etwas kitschig vorgetragenen verbalen Liebesbotschaft an die Welt.“ Weiterhin ist er auf Alben mit dem Kyoto Jazz Sextet und mit Tyreek McDole zu hören.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sanders, Tomoki |
| KURZBESCHREIBUNG | japanisch-amerikanischer Jazzmusiker (Tenorsaxophon, Komposition) |
| GEBURTSDATUM | 13. November 1994 |
| GEBURTSORT | New York City |