
Toni Peter Labhart (* 1937; † 6. Januar 2025) war ein Schweizer Geologe, Mineraloge, Umweltschützer und Hochschullehrer.
Labhart wurde 1965 in Bern bei Ernst Niggli promoviert (Petrotektonische Untersuchungen am Südrand des Aarmassivs nördlich Naters (Wallis, Schweiz)). Er war bis 1998 Professor für Mineralogie und Petrographie an der Universität Bern.
Er ist Autor mehrerer populärwissenschaftlicher geologischer Führer für die Schweiz. Er untersuchte unter anderem Lagerstätten radioaktiver Gesteine und Mineralien in der Schweiz.
Als Mitglied des Schweizer Alpen-Club SAC setzte er sich auf dem Gebiet des Umweltschutzes für die Bewahrung der naturbelassenen Gebirgsregionen ein. Sein diesbezügliches Engagement brachte Labhart in der Kommission ein, die das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) schuf und das im Jahre 1977 rechtsverbindlichen Status erlangte. Seine Bemühungen zum Schutz naturräumlicher Werte erstreckte sich zudem auf die alpinen Schwemmebenen und Gletschervorfelder, die auf seine Anregung hin in das Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung aufgenommen wurden.
Als Folge dieser Ergebnisse wurde Labhart später zum hauptamtlichen «Beauftragten für den Schutz der Gebirgswelt» im Schweizer Alpen-Club bestellt. Sein Wirken führte zum professionellen Umweltengagement in dieser Organisation. Diese Funktion übte er fast 10 Jahre aus und beendete sie auf eigenen Wunsch Ende Juli 1996.
Toni Labhart war mit Daisy Ursula Labhart, geboren im Seeland, verheiratet. Beide verstarben am selben Tag.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Labhart, Toni |
| ALTERNATIVNAMEN | Labhart, Toni Peter (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Geologe, Mineraloge und Umweltschützer |
| GEBURTSDATUM | 1937 |
| STERBEDATUM | 6. Januar 2025 |