Antonio Zweifel (* 15. Februar 1938 in Verona; † 24. November 1989 in Zürich) war ein Schweizer Ingenieur.
Im Jahr 1964 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Thermodynamik der ETH Zürich, wo er mehrere patentierte Systeme entwickelte. 1972 wurde er Direktor einer neuen Stiftung in Zürich, der Limmat-Stiftung, die er bis zu seinem Tod siebzehn Jahre lang leitete. Das Bistum Chur hat sein Leben im Hinblick auf den Seligsprechungsprozess geprüft. Zweifel war Mitglied des Opus Dei.

Toni Zweifel wurde als Sohn der Italienerin Antonia di Benedetto und des Schweizer Webereibetriebseigentümers Justus Zweifel geboren. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs brachte seine Mutter ihn zusammen mit seiner jüngeren Schwester in den Kanton Glarus. 1944 kehrte er nach Italien zurück und besuchte fortan die Schule in San Giovanni Lupatoto bei Verona. Von 1949 bis 1957 besuchte er das Gymnasium in Verona. Anschließend entschied er sich für ein Studium des Maschinenbaus an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Gegen Ende seines Studiums machten ihn Kommilitonen im Jahr 1961 auf das Studentenwohnheim „Fluntern“ aufmerksam, dessen christliche Ausrichtung dem Opus Dei anvertraut war. Dort zog er 1962 ein, ehe er am 19. März desselben Jahres die Aufnahme in das Opus Dei beantragte. Nach Abschluss seines Studiums begann er im Juni, in einem Unternehmen zu arbeiten. 1964 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Thermodynamik der ETH Zürich, wo er mehrere patentierte Systeme entwickelte. Zwei Jahre später wurde ihm die Leitung des Studentenwohnheims übertragen. Anlässlich einer Arbeitstagung in Rom im Jahr 1970 hatte er die Gelegenheit, Josemaría Escrivá, den Gründer des Opus Dei, persönlich kennenzulernen.
Im Jahr 1972 war Zweifel nach acht Jahren akademischer Tätigkeit an der Gründung einer gemeinnützigen Einrichtung, der Limmat-Stiftung, beteiligt und wurde ihr erster Direktor. Die Limmat-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Initiativen in den Bereichen Bildung sowie kulturelle und soziale Förderung, insbesondere in benachteiligten Ländern, finanziell zu unterstützen. Zu diesem Zweck hat sich Toni Zweifel darum bemüht, Kontakte zwischen potenziellen Spendern und den zu unterstützenden Personen oder Institutionen herzustellen. Die Hilfe der Stiftung sollte dabei vorrangig der Bildung zugutekommen. Während der siebzehn Jahre, in denen er das Amt als Direktor bekleidete, konnte er Hunderte von sozialen und bildungsbezogenen Initiativen in dreißig Ländern und auf vier Kontinenten unterstützen, deren Schwerpunkt vor allem auf der Förderung von Familie und Frauen, der Gesundheit sowie der beruflichen Bildung von Jugendlichen lag.
Am 19. Februar 1986 erfuhr Zweifel, dass er an Leukämie erkrankt ist. Er starb schließlich am 24. November 1989. Sein Grab befindet sich auf dem Zürcher Friedhof Fluntern.
Die diözesane Untersuchungsphase des Seligsprechungsverfahrens begann am 22. Februar 2001 in Anwesenheit des Bischofs von Chur, Amédée Grab. Alle bekannten Schriften von Toni Zweifel wurden zusammengetragen, insbesondere die erhaltenen Briefe von ihm. Ebenfalls wurden alle Dokumente vorgelegt, die sich auf sein Leben und seine verschiedenen Tätigkeiten beziehen. Am 7. Oktober 2005 erteilte die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse ihre Genehmigung (nihil obstat) für das Seligsprechungsverfahren. Somit konnte mit der Befragung der Augenzeugen seines Lebens begonnen werden. 2020 wurde die diözesane Phase abgeschlossen und die Akten wurden in Rom eingereicht.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zweifel, Toni |
| ALTERNATIVNAMEN | Zweifel, Antonio |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Ingenieur |
| GEBURTSDATUM | 15. Februar 1938 |
| GEBURTSORT | Verona |
| STERBEDATUM | 24. November 1989 |
| STERBEORT | Zürich |