Toreutik

Achillesplatte aus dem Silberschatz von Kaiseraugst, ein Beispiel spätantiker Toreutik.
Mythologische Darstellung der Waffenübergabe an Achilles, Fresko aus Pompeji im Nationalmuseum Neapel. Im Vordergrund links: Toreut bei der Verzierung des Helms.

Toreutik (von griechisch τορευτική toreutiké, lateinisch Caelatura) ist die Bildnerei in Metallen im Unterschied zur Skulptur (sculptura), der Arbeit in Stein, Keramik und Holz. Die Künstler in dieser Arbeit heißen Toreuten.

Begriffliches

Toreutik ist namentlich die Bearbeitung des Metalls mit scharfen Instrumenten – das Ziselieren. Bereits in der Antike wurde auch die Technik des Herausschlagens oder Treibens der Formen mittels Punzen in gleicher Weise bezeichnet, unter Umständen aber auch ein teilweises Gießen in Formen. Es sind auch schon in römischer Zeit Arbeiten in anderen Materialien gelegentlich als toreutische Erzeugnisse bezeichnet worden.

Ab Ende des 18. Jahrhunderts nutzte die Firma Klauersche Kunst-Fabrik in Weimar den Begriff Toreutica für ihre Kunstbacksteine, aus Ziegelsteinmasse geformte und gebrannte Skulpturen und Bauschmuck.

Die Arbeit von Meister Bahram Elyasi
Eine Arbeit von Bahram Elyasi
Die Arbeit von Meister Ibrahim Latkhafi
Ein Astrolabium von Ibrahim Latkhafi

Bekannte Toreuten

Antike

Die Namen zahlreicher antiker Toreuten sind bekannt, sei es aus der zeitgenössischen Literatur, sei es durch ihre signierten Werke. Eine Zusammenstellung dazu bietet das Künstlerlexikon der Antike. Zu diesen gehören neben vielen anderen der von Vergil erwähnte wahrscheinlich fiktive Alkimedon, Boethos von Kalchedon, Medamus oder Zenodoros.

Zeitgenössische Meister der persischen Toreutik

Einzelnachweise

  1. ↑ Duden online: Toreutik
  2. ↑ Duden online: Toreut
  3. ↑ Hugo Blümner: Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern. Vierter Band. Verlag G.B. Teubner, Leipzig 1886, S. 232 f.
  4. ↑ Hugo Blümner: Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern. Vierter Band. Verlag G.B. Teubner, Leipzig 1886, S. 233 mit Zusammenstellung von Quellen.
  5. ↑ Verzeichnis der Toreutica-Waare der Klauerschen Kunstfabrik zu Weimar. 2 Bände, Verlag des Industrie-Comptoirs, Weimar 1792–1800 (Digitalisat).