Das von einem traditionellen Ortsvorsteher (chef traditionnel) geleitete Dorf liegt etwa zehn Kilometer südlich von Barmou, dem Hauptort der gleichnamigen Landgemeinde, die zum Departement Tahoua in der gleichnamigen Region Tahoua gehört. Die Regionalhauptstadt Tahoua befindet sich rund 16 Kilometer weiter südwestlich. Durch Toro verläuft der 15. nördliche Breitengrad. Die Siedlung liegt auf einer Höhe von 376m im 287,2 km² großen Tal von Toukoukout im Norden der Landschaft Ader.
Geschichte
Toro war im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts der Schauplatz von Kämpfen zwischen verschiedenen Tuareg-Fraktionen wie den Kel Dinnik und den Kel Gress.
Bevölkerung
Bei der Volkszählung 2012 hatte Toro 9144 Einwohner, die in 1535 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 5915 in 931 Haushalten und bei der Volkszählung 1988 belief sich die Einwohnerzahl auf 5737 in 833 Haushalten.
Wirtschaft und Infrastruktur
Im Dorf wird ein Markt abgehalten. Es wird Bewässerungsfeldwirtschaft betrieben. Im Jahr 2020 belief sich die dafür genutzte Fläche auf 278,1 Hektar. Mit einem mit Centre de Santé Intégré (CSI) ist ein Gesundheitszentrum ohne eigenes Labor und Entbindungsstation vorhanden. Es gibt eine Schule.
Literatur
Hassane Sanda Gonda:Vers un développement du maraîchage au Niger. Analyse-diagnostic et typologie des exploitations maraîchères de la vallée de Toro – Commune rurale de Barmou (Tahoua). Éditions Universitaires Européennes, 2013, ISBN 978-6-13155129-1 (Erstausgabe: Faculté d’Agronomie, Université Abdou Moumouni de Niamey, Niamey 2012).
↑Abdel Kader Hassane Saley:Évaluation des ressources en eau de l’aquifère du Continental Intercalaire/Hamadien de la Région de Tahoua (bassin des Iullemeden, Niger). Impacts climatiques et anthropiques. Thèse de doctorat. Université Paris-Saclay/Université Abdou Moumouni de Niamey, Saclay/Niamey 2018, S.214 (tel.archives-ouvertes.fr[PDF; abgerufen am 9.April 2021]).
↑Benedetta Rossi:From Slavery to Aid. Politics, Labour, and Ecology in the Nigerien Sahel, 1800–2000. Cambridge University Press, New York 2005, ISBN 978-1-107-11905-5, S.xviii.
↑Edmond Bernus:Récits historiques de l’Azawagh. Traditions des Iullemmeden Kel Dinnik (République du Niger). In: Bulletin de l’Institut Fondamental d’Afrique Noire. Série B, Sciences humaines. Tome 32, Nr.2, 1970, S.452und464 (horizon.documentation.ird.fr[PDF; abgerufen am 13.Oktober 2018]).
↑Recensement Général de la Population 1988: Répertoire National des Villages du Niger. Bureau Central de Recensement, Ministère du Plan, République du Niger, Niamey März 1991, S.286 (web.archive.org[PDF; abgerufen am 4.Mai 2019]).
↑Niger DSS.In:Systeme Nationale d’Information Sanitaire (SNIS).Ministère de la Santé Publique, République du Niger,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am8.Januar 2023;abgerufen am 13.Oktober 2018(französisch).Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/snisnet.net