Bohlin, Sohn des Pfarrers Isak Bernhard Bohlin und dessen Frau Hilda Charlotta Kolmodin, studierte Evangelische Theologie an der Universität Uppsala, wo er 1912 sein theologisches Examen ablegte und 1917 den Titel eines Lizentiaten erwarb. Anschließend arbeitete er als Dozent und wurde 1921 zum Dr. theol. promoviert. 1925 erhielt er eine Professur für Systematische Theologie an der Åbo Akademi in Turku, Finnland, kehrte aber schon 1929 als Professor für Dogmatik und Moraltheologie nach Uppsala zurück. 1934 zum Bischof für Härnösand bestimmt, trat er 1935 sein Amt an, das er bis zu seinem Tod ausübte. Daneben wirkte er seit 1936 als nebenamtlicher Hofprediger. Zudem war seit 1946 Vorsitzender des Christlichen Vereins Junger Männer in Schweden und Vizepräsident des Weltbundes der CVJM.
Familie
Bohlin war seit 1923 mit der Übersetzerin Anna Bohlin verheiratet, einer Tochter des Pädagogen Enar Sahlin (1862–1950). Das Paar hatte sechs Kinder, darunter den Musikwissenschafler Folke Bohlin (* 1931).
Werk und Bedeutung
Bohlin wurde vor allem durch seine Forschungen zu Sören Kierkegaard sowie zu Grundlagenfragen der Ethik bekannt.
Torsten Bohlins Grabstein auf dem alten Friedhof in Uppsala.