Torsten Bohlin

Torsten Bohlin mit Bischofskreuz

Torsten Bernhard Bohlin (* 2. Dezember 1889 in Uppsala; † 27. August 1950 in Härnösand) war ein schwedischer lutherischer Theologe und Bischof im Bistum Härnösand.

Leben

Bohlin, Sohn des Pfarrers Isak Bernhard Bohlin und dessen Frau Hilda Charlotta Kolmodin, studierte Evangelische Theologie an der Universität Uppsala, wo er 1912 sein theologisches Examen ablegte und 1917 den Titel eines Lizentiaten erwarb. Anschließend arbeitete er als Dozent und wurde 1921 zum Dr. theol. promoviert. 1925 erhielt er eine Professur für Systematische Theologie an der Åbo Akademi in Turku, Finnland, kehrte aber schon 1929 als Professor für Dogmatik und Moraltheologie nach Uppsala zurück. 1934 zum Bischof für Härnösand bestimmt, trat er 1935 sein Amt an, das er bis zu seinem Tod ausübte. Daneben wirkte er seit 1936 als nebenamtlicher Hofprediger. Zudem war seit 1946 Vorsitzender des Christlichen Vereins Junger Männer in Schweden und Vizepräsident des Weltbundes der CVJM.

Familie

Bohlin war seit 1923 mit der Übersetzerin Anna Bohlin verheiratet, einer Tochter des Pädagogen Enar Sahlin (1862–1950). Das Paar hatte sechs Kinder, darunter den Musikwissenschafler Folke Bohlin (* 1931).

Werk und Bedeutung

Bohlin wurde vor allem durch seine Forschungen zu Sören Kierkegaard sowie zu Grundlagenfragen der Ethik bekannt.

Torsten Bohlins Grabstein auf dem alten Friedhof in Uppsala.

Ehrungen

Bohlin wurde 1932 von der Universität Jena und 1934 von der Åbo Akademi mit der theologischen Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Commons: Torsten Bohlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Anna Matilda Bohlin. In: Svenskt kvinnobiografiskt lexikon, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  2. ↑ Vem är det. Svensk biografisk handbok 2001, S. 155.
Personendaten
NAME Bohlin, Torsten
ALTERNATIVNAMEN Bohlin, Torsten Bernhard
KURZBESCHREIBUNG schwedischer Theologe und Bischof
GEBURTSDATUM 2. Dezember 1889
GEBURTSORT Uppsala
STERBEDATUM 27. August 1950
STERBEORT Härnösand