
Torsten Kratz (* 28. Oktober 1970 in Mönchengladbach) ist ein deutscher Automobilrennfahrer. Er tritt vor allem bei Langstreckenrennen und in LMP3-Serien an. 2026 gewann er die GT3-Am-Fahrerwertung der 24H Series.
Kratz bestritt 1998 auf dem Nürburgring sein erstes Automobilrennen. 2005 stieg er in die damalige VLN Langstreckenmeisterschaft ein, die heute als Nürburgring Langstrecken-Serie ausgetragen wird. In der Rundstrecken-Challenge Nürburgring wurde er 2007 Vizemeister.
Über viele Jahre startete Kratz hauptsächlich auf der Nürburgring-Nordschleife. Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewann er 2015 die Klasse Cup 5. 2017 siegte er in der Klasse V4; 2018 gelangen ihm Klassensiege in den Wertungen V4 und KL Cup.
2021 wechselte Kratz zusätzlich in den Prototypenrennsport. Gemeinsam mit Leonard Weiss trat er für WTM Powered by Phoenix in der LMP3-Klasse des Le Mans Cup an. Mit dritten Plätzen auf dem Circuit de Spa-Francorchamps und dem Autódromo Internacional do Algarve beendete er seine erste Saison auf Rang acht der LMP3-Wertung.
Zu Beginn des Jahres 2022 fuhr Kratz für Rinaldi Racing in der LMP3-Klasse der Asian Le Mans Series. Nach einem Podestplatz auf dem Yas Marina Circuit wurde er Dritter der Klassenwertung. Anschließend bestritt er mit WTM Racing sowohl den Le Mans Cup als auch den Prototype Cup Germany. Im Le Mans Cup erzielte er drei Pole-Positions und wurde Achter. Im Prototype Cup Germany 2022 gewann er beide Rennen auf dem Hockenheimring und erreichte trotz seines Fehlens beim Rennwochenende auf dem Nürburgring den zweiten Meisterschaftsplatz.
2023 startete Kratz mit WTM by Rinaldi Racing in der LMP3-Klasse der Asian Le Mans Series und der European Le Mans Series. In der asiatischen Serie qualifizierte er sich bei allen vier Rennen für die Pole-Position, kam in der Gesamtwertung jedoch nicht über Rang fünf hinaus. In der European Le Mans Series gewann er ein Rennen in Portugal und erreichte weitere Podestplätze auf dem Circuit Paul Ricard und im Motorland Aragón. Damit wurde er Dritter der LMP3-Wertung. Daneben nahm er an einzelnen Läufen der 24H Series teil und gewann mit seinem Team die 12 Stunden von Estoril.
Auch 2024 fuhr Kratz mit WTM by Rinaldi Racing in der European Le Mans Series. Mit einem vierten Platz als bestem Einzelergebnis wurde er Zehnter der LMP3-Wertung. Parallel kehrte er zu Konrad Motorsport in den Prototype Cup Germany zurück. Nach zwei Siegen auf dem Lausitzring und fünf weiteren Podestplätzen wurde er erneut Vizemeister. Bei einem Gaststart im Le Mans Cup gewann er zudem das erste Rennen des Road to Le Mans. 2026 kehrte Kratz beim Saisonfinale der Prototype Cup Europe auf dem Circuit de Spa-Francorchamps in die LMP3-Klasse zurück. Im ersten Rennen schied er nach einem Unfall aus und konnte deshalb am zweiten Rennen nicht teilnehmen.
In der European Le Mans Series 2025 blieb Kratz bei WTM by Rinaldi Racing. Sein bestes Saisonergebnis war ein vierter Platz auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari; die LMP3-Wertung schloss er als Zwölfter ab. Daneben trat er für Hofor Racing in der GT3-Am-Klasse der 24H Series an. Beim 12-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps erzielte das Team einen Klassensieg und den dritten Gesamtrang. Beim 24-Stunden-Rennen von Barcelona gewann die Mannschaft sowohl die GT3-Am-Klasse als auch die Gesamtwertung.
In der Saison 2025/26 der 24H Series Middle East erreichte Kratz mit Hofor Racing beim 24-Stunden-Rennen von Dubai den zweiten Platz in der GT3-Am-Klasse und Rang zwölf im Gesamtklassement. Anschließend bestritt er mit dem Team die europäische Saison der 24H Series. Bei den 12 Stunden von Paul Ricard gewann Hofor Racing mit Kratz, Maximilian Partl, Alexander Prinz und Michael Kroll sowohl die GT3-Am-Klasse als auch die Gesamtwertung. Mit sechs gewerteten Saisonläufen und 152 Punkten gewann Kratz schließlich die GT3-Am-Fahrerwertung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kratz, Torsten |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Automobilrennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 28. Oktober 1970 |
| GEBURTSORT | Mönchengladbach |