

Torsten Sträter (* 4. September 1966 in Dortmund-Brechten) ist ein deutscher Komiker, Kabarettist und Slam-Poet, Schriftsteller, Hörbuchsprecher und Synchronsprecher.
Sträter wurde 1966 im Dortmunder Stadtteil Brechten geboren und verbrachte seine Jugend im Umkreis von Dortmund. Er absolvierte eine Ausbildung zum Herrenschneider und arbeitete beim Herrenausstatter Pohland in Dortmund im Verkauf. Nach einer Zeit als Arbeitsuchender war er anschließend im Mobilfunkvertrieb, in einem Baumarkt und zuletzt zwölf Jahre lang für die von seiner Mutter und seinem Bruder betriebene Spedition tätig. Zudem arbeitete er eine Zeit lang als Verkäufer für Systemhäuser. Nach seiner Ausbildung leistete er seinen 15-monatigen Wehrdienst in der Wilhelmstein-Kaserne in Neustadt am Rübenberge beim Artilleriespezialzug I/1 (vgl. Artillerieregiment 1 / Sondermunitionslager Liebenau) ab.
Neben der Arbeit begann Sträter damit, Kurzgeschichten zu schreiben und diese bei Poetry-Slams im deutschsprachigen Raum vorzutragen. Dabei gewann er neben zahlreichen regionalen Meisterschaften in den Jahren 2009, 2010 sowie 2012 den Landeswettbewerb NRW-Slam. In den folgenden Jahren schrieb er auch Kurzgeschichten für die Satirezeitschrift Pardon und humoristische Kolumnen für das Sportmagazin Kicker. In seinen anschließend veröffentlichten Büchern finden sich ausschließlich Kurzgeschichten.

Er tritt regelmäßig bei Fernsehsendungen wie nuhr im Ersten und extra 3 auf. Von 2013 bis 2024 betrieb er außerdem mit Hennes Bender und Gerry Streberg den Podcast Sträter Bender Streberg – Der Podcast. Seit 2025 wird der Podcast ohne Bender als Sträter & Streberg fortgeführt. Bis zum Herbst 2019 war er mit seinem Programm Es ist nie zu spät, unpünktlich zu sein auf Tournee. Sein nächstes Bühnenprogramm hieß ab 2020 Schnee, der auf Ceran fällt. Seit November 2023 ist er mit Mach mal das große Licht an unterwegs. 2021 gewann er die erste Staffel der deutschen Ausgabe von LOL: Last One Laughing.
Sträters Markenzeichen ist eine Beanie-Mütze. Dass er eine solche bei fast all seinen Auftritten trägt, habe den praktischen Grund, den Schweiß aufzufangen, der ihm unter den Scheinwerfern von der Stirn rinne – er könne sich „ja schlecht ein Stirnband umlegen wie Björn Borg“. Seit August 2021 hat er zusammen mit Jens Herrmann auf BB Radio seine eigene, unregelmäßig ausgestrahlte Radiosendung, Sträter: Musik – Der Soundtrack eines Lebens.
Sträter litt vor allem in den 1990er-Jahren an einer depressiven Erkrankung, die er auch kabarettistisch thematisiert. Im Januar 2018 wurde er Schirmherr der Deutschen Depressionsliga e. V. Für sein Gespräch mit dem ebenfalls von Depressionen betroffenen Kurt Krömer über die Krankheit und ihre persönlichen Erfahrungen damit in der Sendung Chez Krömer wurden Krömer und er 2022 mit dem Grimme-Preis in der Kategorie „Unterhaltung“ ausgezeichnet. Er engagiert sich außerdem als Botschafter der SOS-Kinderdörfer.
Sträter ist Vater eines Sohnes und lebt in Waltrop im Ruhrgebiet. Sein Bruder Timo Sträter (1965–2025) spielte mit dem SV Wattenscheid in der Schachbundesliga und war FIDE-Meister.
Nach dem Ausfall seiner Tour-Auftritte im April 2026 gab er als Grund keine Verschlechterung seiner Depression, sondern eine Tumorerkrankung mit notwendiger intensiver Therapie auf seiner Homepage an. Am 6. Mai 2026 trat er nach seiner krankheitsbedingten Pause zum ersten Mal wieder in Jülich auf und konnte seine aktuelle Tour „Mach mal das große Licht an“ fortsetzen.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sträter, Torsten |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Komiker und Kabarettist, Slam-Poet, Schriftsteller, Hörbuchsprecher, Synchronsprecher |
| GEBURTSDATUM | 4. September 1966 |
| GEBURTSORT | Dortmund |