| Toxocnemis vittata | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Toxocnemis | ||||||||||||
| Macquart, 1855 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Toxocnemis vittata | ||||||||||||
| Macquart, 1855 |
Toxocnemis vittata ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1855 von dem französischen Entomologen Justin Pierre Marie Macquart erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Toxocnemis als Typusart zugewiesen. Das Art-Epitheton vittata bedeutet „gestreift“. Der Gattungsname leitet sich aus dem Lateinischen und Altgriechischen ab mit toxo (τόξον) für „bogenförmig“ und cnemis (κνήμη) für „Schiene“ bzw. „Tibia“.
Die monotypische Gattung Toxocnemis wird der Tribus Leskiini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.
Macquart (1855) beschrieb die neue Gattung in etwa wie folgt: Der Körper ist wenig verbreitert. Der Kopf ist halbkugelförmig. Der Rüssel (Proboscis) ist etwa doppelt so lang wie der Kopf und schlank. Die Labella sind ziemlich groß. Die Taster überragen das Epistom etwas, sind ziemlich schlank und zylindrisch. Das Gesicht ist im Profil senkrecht und unbehaart. Das Epistom ist vorspringend. Die Stirn ist vorspringend, bei den Männchen etwas verschmälert. Die Borsten sind ziemlich fein und reichen nicht über die Fühlerbasis hinaus. Die Fühler erreichen nicht das Epistom. Das zweite Fühlerglied ist ziemlich kurz, das dritte prismatisch und dreimal so lang wie das zweite. Die Arista ist nackt und bis zu zwei Dritteln verdickt. Die Augen sind nackt und ziemlich klein. Der Hinterleib ist elliptisch-kegelförmig und leicht behaart. Das erste Segment ist kürzer als die folgenden. Es befinden sich keine mittigen Borsten auf dem zweiten, dritten und vierten Segment. Die Beine sind schlank und gestreckt. Die hinteren Tibien sind vorn sehr schlank und nach außen gebogen. Die Tarsen sind fast doppelt so lang wie die Tibien.
Macquart (1855) beschrieb die Art in etwa wie folgt: Die Fliegen besitzen einen schwarzen Thorax und einen gelben Hinterleib. Taster, Fühlerbasen und Beine sind rötlich gefärbt. Der Rüssel (Proboscis) ist schwarz. Das Gesicht ist gelb mit weißen, flaumigen Schattierungen. Der Stirnstreifen ist braun. Die ersten beiden Fühlerglieder sind gelbbraun, das dritte bräunlich-schwarz mit gelbbrauner Basis. Die Arista ist schwarz. Der Thorax ist schwarz mit hellgrauen Härchen und schwarzen Längsstreifen. Die Seiten sind gelblich-grau. Das Scutellum (Schildchen) ist gräulich-gelb. Der Hinterleib ist gelb mit hellen weißen Härchen. Das Rückenband ist schwarz, am Hinterrand des zweiten Segments leicht verbreitert, das dritte Segment mit schwarzem Hinterrand, das vierte gelbbraun mit einem schmalen Band. Die Beine sind gelbbraun. Die mittleren Beine sind etwas bräunlich, die Hinterbeine braun mit einem schwachen, gelbbraunen Ring jenseits der Mitte. Die Tarsen sind schwarz. Die Calyptrae sind gräulich-weiß mit gelbem Rand. Die Flügel sind hylain, etwas gelblich. Die Apikalzelle endet nahe der Flügelspitze. Die seitliche Längsader ist fast gerade und jenseits des Knicks leicht konvex. Die zweite Querader ist stark schräg, etwas geschwungen, etwa zwei Drittel so lang wie die Strecke zwischen der ersten Längsader und dem Knick.
Toxocnemis vittata kommt endemisch in Australien vor. Nachweise der Art gibt es aus New South Wales, aus South Australia und offenbar auch aus Western Australia.
Toxocnemis vittata ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt.