Trainsjoch

Trainsjoch
Gipfel des Trainsjochs von Westen
Gipfel des Trainsjochs von Westen
Höhe 1708 m ü. A.
1707 m ü. NHN
Lage Landkreis Miesbach, Bayern / Bezirk Kufstein, Tirol
Gebirge Mangfallgebirge, Bayerische Voralpen
Dominanz 3,08 km → Unterberger Joch
Schartenhöhe 443 m ↓ Übergang zwischen Nesseltal und Gießenbachtal
Koordinaten 47° 36′ 55″ N, 12° 3′ 16″ OKoordinaten: 47° 36′ 55″ N, 12° 3′ 16″ O
Trainsjoch (Bayern)
Trainsjoch (Bayern)
Gestein Plattenkalk
Alter des Gesteins Trias

Das Trainsjoch (1708 m ü. A./1707 m ü. NHN) ist ein Berg im Mangfallgebirge auf der Grenze zwischen Bayern und Tirol, etwa 10 km südlich von Bayrischzell östlich des Ursprungpasses.

Der Berg kann vom Ursprungpass einfach bestiegen werden. Etwas Trittsicherheit ist erforderlich, wenn man über den westlichen Kamm ansteigt. Auf dem Weg liegt die Obere Trockenbachalm (Mariandlalm), die das ganze Jahr bewirtschaftet ist. Ein weiterer einfacherer Anstieg ist von der südöstlich unterhalb gelegenen Trainsalm möglich. Der Berg wird auch gerne im Winter bestiegen.

Auf dem Gipfel steht ein Kreuz, das Panorama ist umfassend und reicht im Süden bis zu den Firngipfeln der Zentralalpenkette mit Großglockner, Großvenediger und Zillertaler Alpen. Besonders hervorzuheben ist der Blick hinüber zum markanten Kaisergebirge.

Etymologie

Das Trainsjoch hat seinen Namen von der Trainsalm und diese wiederum von den beiden Trojerhöfen, die bereits um 1231/34 im ältesten bayerischen Herzogsurbar als „Ze Traian zwa swaige“ genannt wurden. Der Historiker Ludwig Steinberger und der Sprachwissenschaftler Karl Finsterwalder leiteten das Bestimmungswort Train vom vorrömischen Wort „trogium“ für den Viehtrieb ab, das im ganzen Alpenraum in den Mundartformen Troi und Trui verbreitet ist. Ein Artikel von 1893 von Eduard Glück führt den Bergnamen jedoch auf den römischen Kaiser Trajan zurück.

Galerie

Commons: Trainsjoch – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Geologische Karte von Bayern mit Erläuterungen (1:500.000). Bayerisches Geologisches Landesamt, 1998.
  2. ↑ Urbarium ducatus Baiuwariae antiquissimum ex anno 1240. In: Monumenta Boica. Collectio nova 9, Nr. 1. München 1852, S. 66 (digitale-sammlungen.de).
  3. ↑ Ludwig Steinberger: Münchens Berghorizont in seinen Namen. In: Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band 61, 1935, S. 227 (alpenverein.de [PDF]).
  4. ↑ Karl Finsterwalder: Die vordeutschen Namenreste im Unterinn- und Priental. In: Das bayerische Inn-Oberland. Band 31. Historischer Verein Rosenheim, Rosenheim 1961, S. 41 ff.
  5. ↑ Eduard Glück: Vorrömische und römische Kultur in den bayrischen Alpen. In: Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band 24, 1893, S. 78 (alpenverein.de [PDF]).