Tranquilizer

Tranquilizer sind eine chemisch heterogene Gruppe von Psychopharmaka. Gemeinsam ist allen Vertretern dieser Gruppe, dass sie gleichzeitig angstlösend (anxiolytisch) und beruhigend (sedierend) wirken. Im Deutschen wird auch von Tranquillanzien oder Tranquillantien (lateinisch tranquillare = beruhigen) gesprochen.

Als synonyme Begriffe gelten Anxiolytika (lateinisch anxius = Angst; griech. lytikos = fähig zu lösen) und Ataraktika (griech. taraktor = ausgeglichen).

Einteilung

Es können folgende Gruppen von Tranquilizern unterschieden werden:

Gefahren

Tranquilizer, deren weltweite Vermarktung 1956 mit dem Carbamidsäureabkömmling Meprobamat begann, gehören zu den am häufigsten verordneten Psychopharmaka. Sie sind jedoch mit einer Reihe von Risiken behaftet, die berücksichtigt werden müssen:

Vor Einnahme von Tranquilizern (und auch sonstigen Psychopharmaka) muss mit dem Hausarzt bzw. Psychiater ein Gespräch über die vorhandenen Beschwerden und über geeignete Behandlungsmaßnahmen und mögliche Nebenwirkungen geführt werden. Tranquilizer sind sinnvoll bei plötzlich auftretenden (akuten), kurz andauernden krisenhaften Zuständen. Zur Behandlung von anhaltenden Angstzuständen, Überlastungsgefühlen bzw. depressiven Verstimmungen sind sie nicht bzw. nur in Ausnahmefällen geeignet. Vor einer eigenmächtigen Einnahme und damit auch deren Weitergabe wird somit ausdrücklich gewarnt.

Literatur