| Traueradler | ||||||||||||
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Traueradler | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Nisaetus alboniger | ||||||||||||
| Blyth, 1845 |

Der Traueradler (Nisaetus alboniger, Syn. Spizaetus alboniger, Spizaëtus nipalensis alboniger) ist eine Greifvogelart aus der Gattung Nisaetus.
Er kommt auf der Malaiischen Halbinsel, in Singapur, auf Sumatra und angrenzenden Inseln sowie auf Borneo vor. Das Verbreitungsgebiet umfasst meist offene, baumbestandene Flächen, auf den Inseln eher waldartige Lebensräume, bevorzugt primären Bergwald von etwa 300–2200 bis 2200 m. ü. M.
Der Zwerghaubenadler (Nisaetus nanus) wurde lange als konspezifisch dem Traueradler zugeordnet, dann aber als jeweils eigenständige Arten erkannt. Der lateinische Artzusatz kommt von lateinisch albus ‚weiß‘ und lateinisch niger ‚dunkel, schwarz‘.
Die Art ist 50–58 cm groß, hat eine Flügelspannweite von 100–115 cm und wiegt etwa 830 g, ein mittelgroßer Adler mit ziemlich langem Schopf und auffallend schwarzer Oberseite, auch Kopf und Schopf sind schwarz, ebenso der Schwanz mit breitem gräulich-weißem Subterminalband. Die weiße Kehle hat einen dunklen bis schwarzen Kehlstreif, die übrige Unterseite ist weiß mit kräftiger dunkler Strichelung an der Oberbrust und dichte schwarze Bänderung an Bauch, Flanken und Beinen. Im Flug sind dichte schwarze Linien auf der hellen Flügelunterseite zu erkennen. Die Iris ist gelb, die Wachshaut ist schwärzlich-grau, die Beine gelb bis weißlich. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind am Kopf gelbbraun, an der Oberseite braun, der Schopf trägt gelbbraune Federspitzen, die Unterseite ist einfarbig gelbbraun, am Schwanz sind 4–5 Binden zu erkennen. Die Iris ist gelb bis orangefarben, die Wachshaut grau. Jungvögel ähneln dem im gleichen Verbreitungsgebiet vorkommendem, aber kleinerem Jungvogel des Zwerghaubenadlers (Nisaetus nanus). Dem gegenüber sind Altvögel des Traueradlers deutlich dunkler an der Oberseite und an der Unterseite schärfer gezeichnet, haben auch nur eine und nicht drei Schwanzbinden.
Die Art ist monotypisch.
Die Art ruft außerhalb der Brutzeit kaum, dann meist ein wiederholtes, einfaches durchdringendes Pfeifen „kleee kleee kleee“, manchmal mit vorgeschalteten 2 sanfteren Lauten „kee-kee-kleeee“. Im Fluge ist ein hohes, schnelles „kek-keek kek-keek“ oder abfallendes „spEEOoo“ zu hören, auf einem Ansitz ein kurzes hohes Quäken.
Die Art ist ein Standvogel, Jungvögel auf der Suche nach eigenen Revieren dürften über offenem Tiefland zu sehen sein.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus baumbewohnenden Säugetiere, Fledermäusen, Vögeln und Echsen, auch Hausgeflügel. Gejagt wird im oberen Wipfelbereich meist von einem versteckten Ansitz aus im geschickten Jagdflug.
Das massige Nest wird aus Stöcken und Ästen im Kronenbereich eines Baumes gebaut. Balzflüge sind lärmig über dem Wald mit wellenförmigem Paarflug, auch mit Segelflügen.
Die Brutzeit liegt zwischen Dezember und April, in Sumatra wurde Nestbau im Oktober beobachtet und Nestbesuche im Juli.
Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).