Traugott Karl Riechert (* 29. Oktober 1905 in Lyck; † 3. Februar 1983 in Ulm) war ein deutscher Neurochirurg und Professor an der Universität Freiburg im Breisgau.
Der Protestant Traugott Riechert war der Sohn des August Riechert und dessen Frau Mathilde, geborene Pichler. Zunächst absolvierte er ein Studium Ophthalmologie an der Albertus-Universität Königsberg bei Arthur Birch-Hirschfeld, wo er auch zum Dr. med. promoviert wurde. Im Anschluss wechselte Riechert an die Universität Frankfurt am Main, wo er unter dem Nervenarzt und Leiter der Nervenklinik, Karl Kleist, seine Studien fortsetzte. An die Weiterbildung bei Kleist knüpfte Riechert Aufenthalte bei Wilhelm Tönnis in Würzburg und Wilhelm Löhr in Magdeburg, bevor er zum 1. Oktober 1936 die Leitung der Abteilung für operative Neurologie an dem von Kleist geführten Institut antrat. 1937 heiratete er Christa, geborene Briddigkeit. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Mit seiner Habilitation im Jahr 1940 (Thema: zerebrale Angiographie) wirkte Riechert auch als Dozent an der Universität Frankfurt am Main, bevor er 1946 auf eine außerplanmäßige Professorenstelle an der Universität Freiburg wechselte (1949 ordentlicher Professor). In Verbindung mit Wolff, Rolf Hassler (1914–1984) und Fritz Mundinger (1924–2012) und später Wilhelm Umbach und Gabriel begründete er dort „die stereotaktische und funktionelle Neurochirurgie sowie die stereotaktische Neuronuklearmedizin (mit Mundinger) in Europa“.
Traugott Richert war Mitglied mehrerer Fach- und Standesorganisationen, darunter der Italienischen Gesellschaft für Neurochirurgie (Ehrenmitglied 1951), der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (seit 1952), der Peruanischen Chirurgischen Akademie (Ehrenmitglied 1953) und korrespondierendes Mitglied der Neuropsiquiatra y Medicina Legal de Lima (1953).
Seit 2007 verleiht die Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie jährlich den Traugott-Riechert-Preis. Der von der Firma Medtronic gestiftete Preis ist mit 5000 EUR dotiert und ist auf Grund seiner Stiftungsbedingungen an Forschungsprojekte zum Thema funktionelle Neurochirurgie oder ein Reisestipendium für den Nachwuchs gebunden.
| Personendaten | |
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| NAME | Riechert, Traugott |
| ALTERNATIVNAMEN | Riechert, Traugott Karl (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Ophthalmologe, Neurochirurg und Professor |
| GEBURTSDATUM | 29. Oktober 1905 |
| GEBURTSORT | Lyck |
| STERBEDATUM | 3. Februar 1983 |
| STERBEORT | Ulm |