| Trees on Wheels | ||||
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| Livealbum von Tony Malaby / Jozef Dumoulin / Samuel Ber | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
13 | |||
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Besetzung |
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Samuel Ber | ||||
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Studio(s) |
Studio Mercredi 9, Paris; Jazzdor, Strasbourg; 19 Rue Paul Fort, Paris; Bravo, Brüssel | |||
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Trees on Wheels ist ein Musikalbum von Tony Malaby, Jozef Dumoulin und Samuel Ber. Die 2022 im Studio Mercredi 9 in Paris, beim Festival Jazzdor in Strasbourg, in der Wohnung von Hélène Aziza (Rue Paul Fort 19) in Paris sowie 2015 im Veranstaltungsort Bravo in Brüssel entstandenen Aufnahmen erschienen am 13. Juni 2025 auf Challenge Records.
Nach Maps & Synecdoches (2018) ist Trees on Wheels das zweite Album des multinationalen Trios. Das Album umfasst mit einer Ausnahme (Titel 7 aus der Frühzeit des Ensembles) Aufnahmen, die im November 2022 an drei verschiedenen Orten entstanden: am 2. November 2022 im Studio in Paris, am 8. November 2022 beim Jazzdor Festival in Straßburg sowie schließlich am 9. November 2022 in der Wohnung von Hélène Aziza in der Rue Paul Fort 19 in Paris. Schlagzeuger Samuel Ber, der diese Zusammenarbeit initiierte und die meisten Themen komponierte, wählte anschließend die für ihn eindrucksvollsten Fragmente aus und ordnete sie in der Reihenfolge des Albums an.
Soweit nicht anders angegeben, stammen die Kompositionen von Jozef Dumoulin, Samuel Ber und Tony Malaby.

Aus diesen fragmentierten und dann zusammengesetzten Stücken würde eine Komposition entstehen, die als Suite gehört werden könne – nicht einfach eine Aneinanderreihung von Stücken, sondern vielmehr „das Tagebuch einer feierlichen Reise durch eine Mondlandschaft“, meint Franpi Barriaux (Citizen Jazz). Die verschiedenen Grau- und Metalltöne der Stücke, die nach einer gewissen Zeit verklingen, spiegelten die Stimmungen und Atmosphären wider, die die drei Musiker erzeugen und durchqueren. Jozef Dumoulins ungewöhnliche Keyboardklänge würden instabile Horizonte eröffnen, sowohl synthetisch als auch organisch, die durch Bers unkonventionelles und intellektuelles Schlagzeugspiel weiter dekonstruiert würden. Trotz dieser Konfrontation setze sich jedoch allmählich ein ungewöhnlicher Groove durch, getragen von der kraftvollen Unmittelbarkeit von Tony Malabys Saxophon. Sein kraftvoller Atem verleihe der Musik zusätzliche Wärme und entführe das Trio gleichzeitig in eine skulpturale Dimension: die des Klangs und der Zeit. Doch die Reise ende hier nicht. Die Rückkehr zu schwebenden Passagen, zu Zuständen, in denen scheinbar nichts geschieht, die Spannung aber dennoch spürbar sei, lasse diese traumhafte Erkundung weitergehen. Mit unerschütterlicher Entschlossenheit würden sie phantasmagorische Bilder schaffen, die nur das Ohr erfassen könne.
Die Session verdeutliche zwar die stetig wachsenden Fähigkeiten des Schlagzeugers, würde aber auch seine anfänglichen Schwierigkeiten einfangen, meint Ken Waxman (JazzWord). Ein Manko sei die Entscheidung für 13 Titel, von denen einige nur sehr kurz sind; der Platz hätte besser für längere Sounds genutzt werden können. Positiv hingegen sei, dass jeder Teilnehmer sich auf angemessene Weise ausdrücken und Klangfarben einbringen könne, die zum Spiel der anderen passen würden. Insgesamt gebe es auf dieser CD viel zu schätzen; einige der Titel würden jedoch noch etwas unfertig klingen.
Saxophonist Tony Malaby würde klangliche Erfahrung und expressive Wucht einbringen, und Dumoulin seinen so elektronisch wie lyrisch denkenden Klavieransatz beisteuern, hieß es Belgischen Rundfunk, wo Maaru Will Trees on Wheels als Album der Woche vorstellte. Ber selbst verbinde sein Gespür für Form mit einem hochreaktiven Schlagzeugspiel, das immer auf der Suche sei – nicht nach Lösungen, sondern nach Übergängen. Trees on Wheels sei „kein Album zum schnellen Hören. Es ist ein Durchgangsort, eine Denkbewegung mit Klangmitteln. Und manchmal auch ein Film ohne Bilder.“