| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Freiname | Triamcinolonhexacetonid | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C30H41FO7 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißes bis fast weißes, kristallines Pulver | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | |||||||||||||||||||
| ATC-Code | |||||||||||||||||||
| Wirkstoffklasse |
Glucocorticoid | ||||||||||||||||||
| Wirkmechanismus |
Glucocorticoidrezeptor-Agonist | ||||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 532,64 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
295 °C | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
praktisch unlöslich in Wasser, wenig löslich in wasserfreiem Ethanol und in Methanol | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Triamcinolonhexacetonid ist eine künstlich hergestellte chemische Verbindung aus der Gruppe der Steroide. Das Molekül leitet sich vom Triamcinolon ab und ist durch die Reste an drei der vier aliphatischen Hydroxygruppen im Molekül in Form eines Esters und eines Acetals ein sehr gut fettlösliches (lipophiles) Glucocorticoid, das als Arzneistoff zur Behandlung von entzündlichen Prozessen in Gelenken (zum Beispiel Arthritis) Anwendung findet.
Intraartikuläre Injektionen
Infiltrationstherapie
Sub- und intraläsionale Injektion
Anwendungen bei der juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA)
Anwendungen in der Radiosynoviorthese (RSO)
Die Dosierung bei der intraartikulären Therapie richtet sich nach der Größe des Gelenks und der Schwere des Befundes.
Bei Überempfindlichkeit gegen Triamcinolonhexacetonid darf dieses Medikament nicht angewandt werden.
Die Anwendung von Triamcinolon in den ersten fünf Monaten der Schwangerschaft sollte unterbleiben. Bei Langzeitanwendung sind intrauterine Wachstumsstörungen nicht auszuschließen. Bei einer Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht für den Fetus die Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde. Glucocorticoide gehen in die Muttermilch über. Ist eine Behandlung mit höheren Dosen oder eine Langzeitbehandlung erforderlich, sollte abgestillt werden.
Triamcinolonhexacetonid hat eine geringe systemische Glucocorticoid-Wirkung und eine sehr geringe mineralocorticoide Wirkung. Die häufigsten Nebenwirkungen sind lokale Reizungen am Injektionsort.

Triamcinolonhexacetonid ist ein Prodrug. Es wird aus dem kristallinen Depot freigesetzt und anschließend von Gewebsenzymen (Esterasen) in das Triamcinolonacetonid mit höherer Rezeptoraffinität umgewandelt. Das Corticoid bindet an den entsprechenden cytosolischen Glucocorticoidrezeptor und bewirkt seine Konformationsänderung. Der aktivierte Rezeptor kann jetzt die Genexpression beeinflussen, indem die Synthese proinflammatorischer Mediatoren verringert und die Bildung antiinflammatorischer Proteine erhöht wird. Der entzündliche Prozess in den Gelenken wird somit zurückgedrängt und die Schmerzen werden verringert.
Triamcinolonhexacetonid wird als Monopräparat in Deutschland unter dem Handelsnamen Lederlon zur intra-artikulären sowie sub- und intraläsionalen Injektion vermarktet.