Trichactia

Trichactia
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Überfamilie: Oestroidea
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Tachininae
Tribus: Bigonichetini
Gattung: Trichactia
Wissenschaftlicher Name
Trichactia
Stein, 1924

Trichactia ist eine Zweiflüglergattung aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Das Taxon wurde 1924 von Paul Stein eingeführt. Typusart ist Thryptocera securicornis Egger, 1865 [= Tachina pictiventris Zetterstedt, 1855].

Taxonomie

Tatsächlich gibt es mit Trichaeta Becker, 1908 ein älteres Synonym, das von Theodor Becker mit der Typusart Trichaeta nubilinervis Becker, 1908 eingeführt wurde. Da der Gattungsname schon durch Trichaeta Swinhoe, 1892 vorbelegt war, kam das jüngere Synonym Trichactia als Ersatzname zum Zuge. Die Gattung Trichactia gehört zur Tribus Bigonichetini innerhalb der Tachininae.

Merkmale

Die Fliegen sind etwa 3–6 mm lang. Im Folgenden eine Merkmalskombination für die Gattung Trichactia nach Cerretti et al. (2012). Das erste und zweite Aristomer (Glied der Arista (Fühlerborste)) sind verlängert und etwa gleich lang. Zusammen sind sie wenigstens so lang wie das dritte Glied der Arista. Die Parafazialien sind in der oberen Hälfte oder in einem Teilbereich davon mit Börstchen (Setuale) besetzt. Das Gesicht ist in Seitenansicht sichtbar. Das Scutellum (Schildchen) ist mit einem Paar kräftiger, gekreuzter Apikalborsten besetzt. Die Flügelader R1 ist nackt (unbeborstet) oder dorsal beborstet.

Verbreitung

Die Gattung Trichactia kommt in der westlichen Paläarktis vor. In Deutschland ist die Gattung Trichactia mit einer Art vertreten: Trichactia pictiventris.

Lebensweise

Die Vertreter der Gattung Trichactia sind Endoparasitoide. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt. T. pictiventris wurde offenbar aus Fichtenzapfen gezüchtet.

Innere Systematik

Die Gattung Trichactia umfasst folgende Arten:

Einzelnachweise

  1. 1 2 Paul Stein: Die verbreitetsten Tachiniden Mitteleuropas nach ihren Gattungen und Arten. (PDF; 14,5 MB) In: Archiv für Naturgeschichte. Abteilung A 90 (6). 1908, S. 1–271, abgerufen am 5. September 2026 (auf Seite 138).
  2. 1 2 3 4 5 6 7 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 5. September 2026 (englisch).
  3. ↑ Theodor Becker: Dipteren der Kanarischen Inseln. (PDF; 15,1 MB) In: Mitteilungen aus dem Zoologischen Museum Berlin 4 (1). 1924, S. 1–180, abgerufen am 5. September 2026 (auf Seite 118).
  4. 1 2 Pierfilippo Cerretti, Hans-Peter Tschorsnig, Massimo Lopresti, Filippo Di Giovanni: MOSCHweb – a matrix-based interactive key to the genera of the Palaearctic Tachinidae (Insecta, Diptera). In: ZooKeys 205: 5–18. doi:10.3897/zookeys.205.3409 ( https://www.tachinidae.eu/homepage.htm ). 4. Juli 2012, abgerufen am 16. September 2026 (englisch).
  5. ↑ Hans-Peter Tschorsnig, Benno Herting: Die Raupenfliegen (Diptera: Tachinidae) Mitteleuropas: Bestimmungstabellen und Angaben zur Verbreitung und Ökologie der einzelnen Arten. (PDF; 11,8 MB) In: Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde, Serie A (Biologie). 4. September 1994, abgerufen am 5. September 2026.
  6. ↑ Checkliste der Raupenfliegen Deutschlands (Diptera: Tachinidae) – Version: 4. März 2026. (PDF; 4,33 MB) In: Catalogus dipterorum Germaniae Heft 55. Arbeitskreis Diptera, 2026, abgerufen am 5. September 2026.
  7. ↑ Hans-Peter Tschorsnig, Holger Schubert: Raupenfliegen aus Baumkronen in Mitteleuropa. (PDF; 862 KB) In: Entomofauna 20 (14). 1999, S. 269–280, abgerufen am 5. September 2026.