Trisomie 14

Klassifikation nach ICD-10
Q92.0 Vollständige Trisomie, meiotische Nondisjunction
Q92.1 Vollständige Trisomie, Mosaik (mitotische Nondisjunction)
Q92.2 Partielle Trisomie, Majorform

Ein ganzer Arm oder mehr verdoppelt

Q92.3 Partielle Trisomie, Minorform

Weniger als ein ganzer Arm verdoppelt

Q92.4 Chromosomenduplikationen, die nur in der Prometaphase sichtbar werden
Q92.5 Chromosomenduplikationen, mit sonstigen komplexen Rearrangements
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Die Trisomie 14 ist eine durch das dreifache (trisome) Vorliegen von Erbmaterial von Chromosom 14 verursachte Behinderung auf der Grundlage einer Genommutation.

Häufigkeit

Mädchen werden häufiger als Jungen mit Trisomie 14 geboren. Lebendgeburten sind jedoch selten, da die meisten Kinder bereits im Verlauf der Schwangerschaft sterben, sodass es häufig schon in frühen Stadien zu einer Fehlgeburt kommt. Bei einer Untersuchung von 776 fehlgeborenen Feten konnte bei 15 von ihnen eine Trisomie 14 nachgewiesen werden. Seit der Erstbeschreibung sind über 20 Fallbeispiele lebender Kinder mit Trisomie 14 dokumentiert worden.

Formen

Symptome

Die Merkmale von Kindern mit Trisomie 14 sind variabel, was u. a. vom Prozentsatz der trisomen Zellen (bei Mosaik-Trisomie) und/oder dem trisomen Chromosomenabschnitt (bei partieller Trisomie) abhängig zu sein scheint. Dies ist von Kind zu Kind verschieden, sodass Verallgemeinerungen nicht möglich sind. Nicht bei allen Kindern liegen alle Merkmale bzw. alle Merkmale in gleich starker Ausprägung vor. Zu den häufigsten Besonderheiten zählen:

Diagnose

Vorgeburtlich (pränatal) kann durch Auffälligkeiten im Ultraschall das Vorliegen einer Trisomie 14 beim Kind vermutet werden. Die Freie Trisomie 14 sowie die Mosaik-Trisomie 14 sind prinzipiell durch invasive Diagnostikmethoden wie die Amniozentese oder die Chorionzottenbiopsie diagnostizierbar. Insbesondere bei der Chorionzottenbiopsie sind hierbei auch Fehler möglich: So berichteten Hahneman und von Vejerslev 1997 beispielsweise von drei Fällen von Trisomie 14 bei Chorionzottenbiopsien: Bei zweien lag kein Zellmosaik vor, bei einem schon. Alle drei Befunde betrafen lediglich die Plazenta und konnten bei der Untersuchung der Zellen der drei Kinder nicht nachgewiesen werden. Zur Diagnose der partiellen Trisomie 14 ist eine Locus-Sonde nötig.

Nachgeburtlich (postnatal) kann eine Verdachtsdiagnose durch die Auswertung charakteristischer körperlicher Merkmale gestellt werden, die durch eine Chromosomenanalyse bestätigt oder ausgeschlossen werden kann.

Therapie

Die ursächliche Heilung der Trisomie 14 ist aufgrund der chromosomalen Ursache nicht möglich, sodass die Behandlung der gesundheitlich relevanten Symptome (z. B. operative Korrektur der Herzfehler) im Vordergrund steht. Heilpädagogische Frühförderung ist hilfreich für die Entwicklung der Kinder.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ PDF bei www.studgen.uni-mainz.de (Memento des Originals vom 10. Juni 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Siehe auch