TRIzol ist eine oft verwendete Chemikalienlösung, die zur Extraktion von DNA (DNA-Extraktion), RNA (RNA-Extraktion) und Proteinen aus Zellen verwendet wird. Die Lösung wurde zuerst von Piotr Chomczyński und Nicoletta Sacchi im Jahr 1987 verwendet und publiziert.
Der korrekte Name der Methode ist die Guanidiniumthiocyanat-Phenol-Chloroform-Extraktion. TRIzol ist der Markenname von Guanidiniumthiocyanat von Ambion (Teil von Life Technologies), TRI Reagent ist der Markenname von MRC, der Firma die Chomczynski gegründet hat. Mit TRIzol werden ähnliche DNA-Ausbeuten wie bei anderen Methoden erreicht, während die RNA-Ausbeute über 50 % größer sein kann.
Eine alternative Methode der RNA-Extraktion ist die Phenol-Extraktion und TCA-/Aceton-Präzipitation. Bei dieser sollte Chloroform durch 1-Brom-3-chlorpropan ersetzt werden, wenn die neue Generation der TRI-Reagenz verwendet wird. DNA und RNA können aus TRIzol-/TRI-Reagenz können ebenfalls mit dem Direct-zol-Miniprep-Kit von Zymo Research extrahiert werden. Bei dieser Methode wird die Phasenseparation durch Chloroform und 1-Brom-3-chlorpropan übersprungen.
TRIzol ist lichtsensitiv und wird oft in dunklen Glasbehältern bei Raumtemperatur gelagert. TRIzol ist pinkfarben mit einem Phenolgeruch.
Aufgrund des Phenols und des Chloroforms ist bei der Handhabung Sicherheit geboten. TRIzol kann zu Verätzungen, permanenten Narben und Nierenschäden führen. TRIzol ist im Sicherheitsdatenblatt der Hersteller als oral, dermal sowie bei Inhalation akut toxisch eingestuft und kann zu Hautkorrosion/Irritation und schweren Augenschäden führen. Experimente mit TRIzol sollten unter dem Abzug mit Schutzkittel, Nitrilhandschuhen und einer Plastikschürze durchgeführt werden. TRIzol-Müll darf nicht mit Bleichmitteln oder Säuren gemischt werden: das Guanidiniumthiocyanat bildet damit stark toxische Gase.