
Tropolys war bis 2006 eine eigenständige Telefongesellschaft, die in mehreren Regionen Deutschlands Festnetzanschlüsse anbot. Sie bestand als Verbund von 14 örtlichen Telefongesellschaften (sogenannter City-Carrier) und war einer der Konkurrenten der Deutschen Telekom bei der Bereitstellung von Vollanschlüssen.
Das Unternehmen wurde im Jahre 2000 als Zusammenschluss dreier westfälischer Telefongesellschaften, TeleBeL (Wuppertal), CNE (Essen) und citykom (Münster) gegründet. Das Netz von Tropolys erstreckt sich auf Teile von Nordrhein-Westfalen (vorwiegend Ruhrgebiet), Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie die Stadtgebiete nebst Umgebung von Potsdam, Mainz und Saarbrücken.
Die Anteile des Unternehmens waren im Mai 2004 durch den Private-Equity-Investor Apax (63 %), den 14 kommunalen Gesellschaften (32 %) und dem Tropolys-Management (5 %) von der finnischen Telekommunikationsgesellschaft Elisa erworben worden.
Apax verkaufte im Juni 2006 ihre Beteiligung an Tropolys für 108 Mio. Euro an die eigene Beteiligung Versatel, in dessen Hauptmarke Tropolys bald aufging. Geschäftsführer der neuen Gruppe wurde der vorherige Tropolys-CEO, Peer Knauer.