
Troy Dale Jackson (* 26. Juni 1968 in Fort Kent, Maine) ist ein US-amerikanischer Holzfäller, Politiker der Demokratischen Partei und Gewerkschafter. Er war von 2002 bis 2008 Abgeordneter des Repräsentantenhauses von Maine und anschließend von 2008 bis 2024 im Mitglied im Senat von Maine, wo er unter anderem demokratischer Fraktionsführer und später Senatspräsident war.
Er ist Kandidat der Demokraten für die Wahl zum US-Senat in Maine 2026.
Troy Jackson entstammt einer Familie, die seit Generationen als Holzfäller in Maine tätig ist. Er wurde 1968 in Fort Kent geboren, besuchte die Schule in Allagash und studierte dann bis 2001 an der University of Maine at Fort Kent.
Jackson wurde mit 19 Holzfäller und schloss sich später der Gewerkschaft der Motoristen (IAM) und der Anstreicher und verwandter Gewerbe (IUPAT) an. 1998 organisierte er eine Blockade durch Holzfäller gegen Handelspraktiken entlang der kanadischen Grenze. Erfahrungen aus diesem und weiteren Arbeitskämpfen beschreibt er als wichtige Stationen seiner Politisierung.
Er hat zwei uneheliche erwachsene Kinder mit einer Cousine Zweiten Grades.
Troy Jackson kandidierte 2000 erstmals als Republikaner für einen Sitz im Repräsentantenhaus von Maine, musste sich aber in der Vorwahl im 151. Wahlkreis im Aroostook County geschlagen geben. Bei der folgenden Wahlen 2002 trat er dann erfolgreich als parteiunabhängiger Kandidat an und löste den Demokraten Marc Michaud in dem Wahlkreis ab. Er gehörte Maines Repräsentantenhaus bis 2008 an. 2004 trat er in die Demokratische Partei ein.
Bei den Wahlen 2008 bewarb er sich gegen den Republikaner Daniel Deveau erfolgreich im 35. Wahlkreis für einen Sitz im Senat von Maine. Bei der folgenden Wahl 2010 verteidigte er mit 55 Prozent der Stimmen seinen Sitz gegen den erneut antretenden Deveau. 2012 wurde er mit 51,5 Prozent der Stimmen gegen den Republikaner Peter Edgecomb wiedergewählt.
In der Kongresswahl 2014 bewarb er sich im 2. Kongresswahlbezirk von Maine um einen Sitz im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Jackson unterlag in der Vorwahl Emily Cain, die 71 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Sein Wahlkampf erregte durch die öffentlichen gegenseitigen Angriffe von Troy Jackson und Gouverneur Paul LePage Aufmerksamkeit.
Jackson unterstützte im Vorwahlkampf zur Präsidentenwahl 2016 Bernie Sanders gegen Hillary Clinton und engagierte sich in dessen Wahlkampfteam in Maine.
Zeitgleich kandidierte 2016 er wieder für den Senat von Maine, diesmal im 1. Wahlkreis. Er gewann gegen Timothy Guerrette mit 51,53 Prozent. 2018 verteidigte er sein Mandat mit 60,7 Prozent und 2020 mit 59,4 Prozent. Er trat 2022 letztmalig an, um den Sitz im Senat des Bundesstaates zu verteidigen und gewann gegen die Republikanerin Susan Y. Bernard mit 52,5 Prozent. Wegen gesetzlichen Amtszeitbeschränkungen konnte Jackson bei der Wahl 2024 nicht erneut für das Amt eines Senators kandidieren. Er war vom Januar 2017 bis zum 4. Dezember 2018 Fraktionsführer der Demokraten in Maines Senat und anschließend bis zum Ausscheiden am 2. Dezember 2024 Präsident des Senats.
Nachdem Gouverneurin Janet Mills nicht erneut antreten konnte, bewarben sich Jackson und vier weitere Demokraten in der Vorwahl zur Gouverneurswahl 2026 um die Nachfolge. Bei der in Maine geltenden Präferenzwahl war er zunächst mit 21 Prozent in der demokratischen Vorwahl drittplatziert, konnte sich aber nicht gegen Hannah Pingree durchsetzen.
Als der Gewinner der Vorwahl der Demokraten zur US-Senatswahl 2026 in Maine, Graham Platner, im Juli nach Vorwürfen von sexuellem Missbrauch seine Kandidatur aufgegeben hatte, bewarb sich Jackson um die Aufstellung als Ersatzkandidat bei einem Parteitag am 25. Juli 2026. Platner und Jackson hatten sich zuvor gegenseitig in ihren Senats- bzw. Gouverneurswahlkampagnen unterstützt und mehrere Auftritte zusammen absolviert, Jackson distanzierte sich allerdings nach Bekanntwerden der Vorwürfe von Platner und forderte dessen Rückzug. Jackson wurde in seiner Bewerbung von prominenten progressiven Stimmen aus der Demokratischen Partei, unter anderem Bernie Sanders und Ro Khanna, unterstützt. Knapp eine Woche vor dem Parteitag gab Jacksons Wahlkampfteam bekannt, dass bereits 481 der 601 Parteitagsdelegierten zugesagt hätten, für ihn zu stimmen. Vier Kandidaten beendeten darauf ihre Kandidaturen. Auf dem Parteitag am 25. Juli in Bangor stimmten 566 der 571 anwesenden Parteitagsdelegierten für ihn als Ersatzkandidaten. Als solcher tritt er bei der Wahl am 3. November 2026 gegen die langjährige republikanische Amtsinhaberin Susan Collins an. Er hatte im Wahlkampf mit der allgemeinen Bekanntheit von Collins zu kämpfen, während Jackson erst noch bekannt werden musste. Zugleich lag er bei Wahlkampfmitteln etwa $ 10 Millionen zurück.
Jackson tritt unter anderem für eine solidarische Krankenversicherung (Medicare for All) und die Abschaffung von ICE ein. Er befürwortet einen Stopp von US-Militärhilfe für Israel und fordert ein Ende des Irankriegs.
Jacksons Auffassungen zu Schwangerschaftsabbrüchen und LGBT-Rechten änderte sich im Laufe seiner politischen Karriere. 2009 stimmte er gegen die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe und hatte die Unterstützung der Anti-Abtreibungs-Gruppe Maine Right to Life. 2023 setzte er dann aber ein Gesetz durch, das Schwangerschaftsabbrüche in Maine legalisierte, und wurde bei den Wahlen 2026 durch die LGBT-Rechte-Gruppe Equality Maine positiv bewertet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jackson, Troy |
| ALTERNATIVNAMEN | Jackson, Troy Dale (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Politiker (Demokraten) |
| GEBURTSDATUM | 26. Juni 1968 |
| GEBURTSORT | Fort Kent, Maine |