Truphia grisea

Truphia grisea
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Wanzenfliegen (Phasiinae)
Tribus: Leucostomatini
Gattung: Truphia
Art: Truphia grisea
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Truphia
Malloch, 1930
Wissenschaftlicher Name der Art
Truphia grisea
Malloch, 1930

Truphia grisea ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1930 von dem schottischen Entomologen John Russell Malloch erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Trophia zugeordnet. Das lateinische Art-Epitheton grisea bedeutet „grau“.

Taxonomie

Die Gattung Truphia ist monotypisch. Innerhalb der Raupenfliegen wird die Gattung der Tribus Leucostomatini innerhalb der Unterfamilie der Wanzenfliegen (Phasiinae) zugeordnet.

Merkmale

Malloch (1930) beschrieb die Gattung wie folgt: Diese Gattung unterscheidet sich von allen mir aus Neuseeland bekannten Gattungen durch die unvollständige vierte Flügelader, die genau an der Stelle abbricht, an der sie nach vorne zur dritten Ader hin abknicken müsste. Es gibt zwar weltweit eine Reihe von Gattungen, die dieses Merkmal ebenfalls aufweisen, doch endet bei keiner von ihnen die dritte Ader so nah an der äußersten Flügelspitze, und auch die Kopfstruktur stimmt nicht mit der der vorliegenden Gattung überein.

Malloch (1930) beschrieb die Art anhand eines männlichen Typusexemplars wie folgt: Die Fliege ist durchgehend schwarz, einschließlich Fühler, Taster, Beine und Halteren (Schwingkölbchen). Kopf, Thorax und Hinterleib sind dicht hellgrau bestäubt, sodass die Grundfarbe verdeckt ist und kein deutlicher Glanz erkennbar ist. Der Thoraxrücken ist hinter der Quernaht mit drei hellbraunen Längsstreifen, die nicht bis zum Hinterrand reichen, und vor der Quernaht mit drei Streifen, die dunkler grau sind als die Grundfarbe. Der Hinterleib erscheint einfarbig grau, außer bei Betrachtung von hinten und von unten. Dann ist eine Spur eines mittigen, dunkelgrauen Längsstreifens erkennbar. Die Flügel sind hyalin. Die Calyptrae (Schüppchen) sind weiß. Die Stirn vor den Ocellen ist schmaler als das dritte Fühlerglied. Die Augenränder sind durchgehend und fein beborstet, ohne die Interfrontalplatte zu verdecken. Die Ocellarborsten sind winzig, die Postvertikalborsten kaum von der übrigen Behaarung zu unterscheiden. Die Arista (Fühlerborste) ist ohne deutliche Behaarung. Der Thorax ist mit 2 + 3 Paaren feiner Dorsozentralborsten besetzt. Die Acrostichalborsten sind haarartig, vor der Quernaht zweireihig, dahinter unregelmäßig vierreihig angeordnet. Eine Präalarborste fehlt. Es sind 3 Sternopleuralborsten vorhanden. Die Pteropleura sind fast kahl, mit ein oder zwei sehr winzigen Härchen. Das Scutellum (Schildchen) ist mit sechs Randborsten besetzt, die Scheibe kahl bis auf wenige Härchen nahe den Borstenbasen. Das Postscutellum ist mäßig entwickelt. Der Hinterleib ist zylindrisch, zur Spitze hin verjüngt. Das erste und zweite sichtbare Tergit sind etwa gleich lang, das dritte etwa ein Drittel kürzer als das zweite, das vierte zu einem schmalen Streifen reduziert. Alle außer dem vierten Tergit sind mit deutlichen, mittigen Präapikalborsten besetzt, aber ohne Diskalborsten. Die Beine sind normal entwickelt. Die Mitteltibien (Schienen) sind mit einer kräftigen ventralen Borste etwas unterhalb der Mitte versehen. Die Hintertibien sind mit etwa zwei anterodorsalen und posterodorsalen Borsten besetzt, die anteroventrale Seite mit nur einer. Die unteren Calyptrae (Schüppchen) sind etwa doppelt so groß wie die oberen, an der Spitze breit abgerundet.

Verbreitung

Truphia grisea kommt endemisch in Neuseeland vor.

Lebensweise

Truphia grisea ist ein Endoparasitoid von Wanzen.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 17. August 2026 (englisch).
  2. 1 2 J. R. Malloch: The calyptrate Diptera of New Zealand. Part II. In: Records of the Canterbury Museum 3. 1930, S. 307–311, abgerufen am 10. Oktober 2026 (englisch, auf Seite 310).