| Čáslav | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Středočeský kraj | |||
| Bezirk: | Kutná Hora | |||
| Fläche: | 2646 ha | |||
| Geographische Lage: | 49° 55′ N, 15° 24′ O | |||
| Höhe: | 231 m n.m. | |||
| Einwohner: | 10.468 (1. Jan. 2023) | |||
| Postleitzahl: | 286 01 | |||
| Verkehr | ||||
| Bahnanschluss: | Čáslav–Třemošnice Čáslav–Močovice Znojmo–Kolín | |||
| Struktur | ||||
| Status: | Stadt | |||
| Ortsteile: | 5 | |||
| Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Jaromír Strnad (Stand: 2022) | |||
| Adresse: | Žižkovo nám. 1 286 01 Čáslav | |||
| Gemeindenummer: | 534005 | |||
| Website: | www.meucaslav.cz | |||


Čáslav (deutsch Tschaslau, Czaslau oder Caßlau) ist eine Stadt im Okres Kutná Hora in Tschechien.
Die Stadt wurde um 1260 zur Königsstadt erhoben und war im 15. Jahrhundert ein Hauptsitz der Hussiten. In der Kirche St. Peter und Paul tagte 1421 der Generallandtag, der Sigismund von Luxemburg die Anerkennung als böhmischer König verweigerte. In derselben Kirche soll, wie die Tradition berichtet, 1424 Jan Žižka seine letzte Ruhestätte gefunden haben. Ein Teil eines Schädels, der ihm zugeschrieben wird, ist im Rathaus ausgestellt.
In Čáslav wirkte während der Rekatholisierung in Böhmen unter anderem Matthäus Ulicky als Diakon, der später als evangelischer Märtyrer hingerichtet wurde. Am 17. Mai 1742 fand im Ersten Schlesischen Krieg bei Tschaslau die Schlacht bei Chotusitz zwischen Preußen und Österreich statt.
Ab 1850 war die Stadt Sitz eines Bezirksgerichts (Gerichtsbezirk Časlau).
Am Ort betreibt die Luftwaffe der Tschechischen Armee den Militärflugplatz Čáslav.
Jan Karafiát (1846–1929), tschechischer Pfarrer der Böhmischen evangelischen Bruderkirche und Schriftsteller war 1872 bis 1873 Verwalter am evangelischen Seminar