| Tugu Negara | |
|---|---|
| Daten | |
| Ort | Kuala Lumpur, Malaysia |
| Baujahr | 1966 |
| Höhe | 15.54 m |
| Besonderheiten | |
| Bildhauer: Felix de Weldon | |
Das Tugu Negara (malaiisch für „Nationaldenkmal“), auch National Monument genannt, ist ein Kriegerdenkmal in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur. Die 1966 eingeweihte Bronzeplastik erinnert insbesondere an die Angehörigen der Sicherheitskräfte, die im Zweiten Weltkrieg und während der Malayan Emergency (1948–1960) ums Leben kamen. Sie befindet sich in einer Parkanlage nahe dem malaysischen Parlament.
Die Idee für das Denkmal geht auf den ersten malaysischen Premierminister Tunku Abdul Rahman zurück. Während eines Besuchs in den Vereinigten Staaten im Oktober 1960 besichtigte er das Marine Corps War Memorial bei Washington, D.C., und beauftragte anschließend dessen Bildhauer Felix de Weldon mit dem Entwurf eines vergleichbaren Denkmals für Malaysia. Die Gestaltung wurde in den folgenden Jahren unter Beteiligung Tunku Abdul Rahmans entwickelt. Das Tugu Negara wurde am 8. Februar 1966 fertiggestellt und eingeweiht.
Am 26. August 1975 wurde das Denkmal bei einem Bombenanschlag schwer beschädigt, der nach Angaben der malaysischen Polizei von Mitgliedern der Communist Party of Malaya verübt wurde. Nach einer Restaurierung wurde das wiederhergestellte Denkmal im Mai 1977 erneut der Öffentlichkeit übergeben.
Im Jahr 2010 erklärte Jamil Khir Baharom, Minister für religiöse Angelegenheiten im Amt des Premierministers, dass die Gedenkfeier zum „Warriors’ Day“ an einem anderen Ort stattfinden werde, nachdem der Nationale Fatwa-Rat Malaysias die Statuen in seinen Leitlinien als „unislamisch“ und potenziell götzendienerisch eingestuft hatte. Verteidigungsminister Zahid Hamidi fügte hinzu, dass in der Verwaltungshauptstadt Putrajaya ein neuer „Warrior’s Square“ errichtet werden solle. Konservative Muslime störten sich an der Darstellung von Menschen, die im Islam als Haram gilt.

Das rund 15,5 Meter hohe Denkmal besteht aus einer Gruppe von sieben überlebensgroßen Bronzefiguren auf einem Granitsockel. Die Soldaten sind in unterschiedlichen Posen dargestellt; die zentrale Figur hält die malaysische Flagge empor. Die sieben Figuren stehen symbolisch für Führung, Leiden, Einheit, Wachsamkeit, Stärke, Mut und Opferbereitschaft. Auf dem Granitsockel befindet sich beiderseits des malaysischen Staatswappens eine Inschrift in englischer Sprache sowie auf Malaiisch in Jawi-Schrift. Die englische Fassung lautet: „Dedicated to the heroic fighters in the cause of peace and freedom. May the blessing of Allah be upon them.“ („Gewidmet den heldenhaften Kämpfern für Frieden und Freiheit. Möge Allahs Segen auf ihnen ruhen.“).
Zur Anlage gehören außerdem Wasserbecken, Springbrunnen und ein älteres Kenotaph. Dieses war ursprünglich von der britischen Kolonialverwaltung zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet und später um die Jahreszahlen des Zweiten Weltkriegs und der Malayan Emergency ergänzt worden. 1966 wurde es an seinen heutigen Standort innerhalb des Denkmalareals versetzt.