| Tunb-Inseln | ||
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| Gewässer | Persischer Golf | |
| Geographische Lage | 26° 15′ N, 55° 13′ O | |
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| Anzahl der Inseln | 2 | |
| Hauptinsel | Tonb-e Bozorg | |
| Gesamte Landfläche | 12,3 km² | |
| Einwohner | 450 | |
Die Tunb-Inseln (persisch تنب بزرگ و تنب کوچک, Tonb-e Bozorg va Tonb-e Kutschak, arabisch طنب الكبرى وطنب الصغرى Tunb al-kubrā wa-Tunb as-sughrā, DMG Ṭunb al-kubrā wa-Ṭunb aṣ-Ṣuġrā, engl. Greater and Lesser Tunbs, dt. Große und Kleine Tunb; طنب/Tonb bedeutet „hügeliger Ort“) sind zwei zwölf Kilometer voneinander entfernt liegende kleine Inseln im östlichen Persischen Golf, die derzeit faktisch als Teil der iranischen Provinz Hormozgan verwaltet werden. Sie werden von den Vereinigten Arabischen Emiraten als Territorium des Emirats Ra’s al-Chaima reklamiert.
Die Große Tunb entstand durch aufsteigende Salzdome; der Boden ist daher stark salzhaltig.
Laut mehreren Berichten von Seeleuten waren die Inseln Anfang des 19. Jahrhunderts unbewohnt. Auf der Großen Tunb lebten Antilopen, die von den britischen Schiffsbesatzungen gejagt wurden, die in Basidu auf der Insel Qeschm vor Anker lagen.
Im Gazetteer von 1908 wurden die Tunb-Inseln („Tunb Island“) als Teil von Ra’s al-Chaima („Khaimah (Rās-al) District“) angeführt.
Die Inseln, die gemeinsam eine Fläche von 12,3 km² aufweisen, sind Gegenstand von Gebietsdisputen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Iran. Der Iran hatte 1971, noch zu Zeiten des Schahs, die Tunb-Inseln militärisch besetzt. Es folgte die Errichtung von Marinestützpunkten zur Sicherung der Öltransporte durch die Straße von Hormus.
Die Große Tunb (26° 15′ 45″ N, 55° 18′ 16″ O) hat eine Fläche von 10,8 km² (3,75 × 3,9 km) und ca. 450 Einwohner, die hauptsächlich vom Fischfang leben. Die höchste Erhebung ist 53 m ü. d. M. Sie ist etwa fünfmal so groß wie Tonb-e Kutschak.
Tiefer im Persischen Golf, etwa 12 km westlich der Großen Tunb, liegt die Kleine Tunb (26° 14′ 28″ N, 55° 8′ 51″ O). Sie ist annähernd dreieckig, hat eine Fläche von ca. 1,5 km² und ist unbewohnt. Die höchste Erhebung ist 36 m über dem Meer.
Die Nachbarinsel Abu Musa befindet sich südlich dieser Inseln. Der nächste Ort an Land ist Bandar Lengeh (Iran) im Norden.
Die Iranische Regierung hat Flughäfen und Marinestützpunkte auf den Inseln errichtet. Zusammen mit der Insel Abu Musa liegen sie nahe der tiefsten Stelle am westlichen Zugang zur Straße von Hormus und dadurch ideal, um die Schifffahrtsstraße zu kontrollieren. Im Zusammenhang mit dem Irankrieg 2026 sind sie von erheblicher militärischer Bedeutung.