| Film | |
| Titel | Turbine I |
|---|---|
| Produktionsland | DDR |
| Erscheinungsjahr | 1953 |
| Länge | 25 Minuten |
| Produktionsunternehmen | DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme |
| Stab | |
| Regie | Joop Huisken |
| Drehbuch | Karl Gass |
| Musik | Walter Raatzke (Musikbearbeitung) |
| Kamera | Hans Dumke |
| Schnitt | Angelika Arnold |
| Besetzung | |
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Turbine I ist ein DEFA-Dokumentarkurzfilm von Joop Huisken von 1953.
Arbeiter im Braunkohlekraftwerk Zschornewitz reparieren eine Turbine in Rekordzeit nach einer neuen sowjetischen Methode. Der Film ist im Stile einer Sportreportage als Wettlauf gegen die Zeit gestaltet.
Der niederländische Dokumentarfilmer Joop Huisken arbeitete seit 1946 für die DEFA in Ost-Berlin. Turbine I war einer der ersten Dokumentarfilme, die kurz nach dem Tode Stalins und dem Aufstand vom 17. Juni 1953 auf pathetische Kommentare verzichteten, die dort bis dahin meist üblich waren. Er gilt als eine der ersten sachbezogenen Reportagen im Stile des Cinéma vérité. Das Konzept entwickelte Karl Gass, der bald danach der wichtigste DDR-Dokumentarfilmer dieser Zeit wurde, Regieassistent war Heinz Müller.
Der Film wurde ab dem 18. September 1953 mit 67 Kopien in den Kinos der DDR gezeigt und wurde mit einem Heinrich-Greif-Preis ausgezeichnet. 1955 wurde er beim ersten Dokumentarfilmfestival in Leipzig gezeigt und 1964 wieder, dann 1996 bei den Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen in einer DEFA-Retrospektive als einer von wenigen Filmen aus dieser Zeit, 2005 bei der Berlinale, 2007 im Zeughauskino in Berlin und 2019 beim Festival DocLisboa in Lissabon.
Kopien befinden sich im Filmarchiv des Bundesarchivs, im Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart und in der Filmuniversität Babelsberg.
Die DEFA-Stiftung schrieb über diesen Film
„Die Reportage über die Schnellreparatur der Turbine I des Kraftwerks Zschornewitz kommt ohne die Anfang der 1950er-Jahre üblichen Inszenierungen und Szenenwiederholungen aus. Joop Huisken verzichtet weitgehend auf Pathos und setzt auf technische Detailtreue. Der Film setzt neue Maßstäbe für einen nüchternen Realismus […] .“
Die Filmwissenschaftlerin Britta Hartmann würdigte 2006, dass der Film innovativ die Bewegungsfreiräume nutzte, die es in dieser Zeit für DEFA-Dokumentarfilme gab.
Rezensionen
Fachliteratur