Turbanschnecken

Turbanschnecken

Pomaulax gibberosus

Systematik
Klasse: Schnecken (Gastropoda)
Unterklasse: Orthogastropoda
Überordnung: Vetigastropoda
Überfamilie: Trochoidea
Familie: Turbanschnecken
Wissenschaftlicher Name
Turbinidae
Rafinesque, 1815
Pomaulax gibberosus

Die Turbanschnecken (Turbinidae) sind eine große Familie meeresbewohnender, pflanzenfressender Schnecken mit mehreren hundert Arten.

Merkmale

Die rechtsgewundenen, meist dickwandigen Gehäuse der Turbanschnecken sind kugelförmig bis kreiselförmig. Die Oberfläche kann glatt oder auch stärker skulpturiert sein. Die Innenseite der Gehäuse weist Perlmutt auf. Von den ähnlichen Kreiselschnecken sind sie gut durch das kalkige Operculum zu unterscheiden, das durch seine Festigkeit einen relativ guten Schutz gegen Fressfeinde bietet.

Verbreitung und Lebensweise

Die Turbanschnecken sind in allen Meeren von den Polarregionen bis zu den Tropen sowohl in geringen als auch großen Tiefen zu finden, doch leben die meisten Arten in seichten tropischen und subtropischen Gewässern. Sie ernähren sich von Algen und Detritus.

Systematik

Bouchet und Rocroi (2005) stellen die Turbanschnecken zu den Vetigastropoda, einer Überordnung in der Unterklasse Orthogastropoda. Sie unterteilen die Familie in 8 Unterfamilien:

Die Turbanschnecken (Turbinidae) wurden in dem nicht mehr aktuellen System nach Johannes Thiele zu den Altschnecken (Archaeogastropoda), eine Ordnung der Vorderkiemerschnecken (Prosobranchia) gestellt.

Sonstiges

Literatur

Commons: Turbanschnecken (Turbinidae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ World Register of Marine Species, Prisogasterinae Hickman & McLean, 1990
  2. ↑ Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 162 (Belliculi marini = Deckel der Mondschnecken – Turbo spec.)