Die PostScript-Fontformate sind eine Familie PostScript-basierter Datenformate für Fonts, entwickelt von Adobe Inc. Das wichtigste Familienmitglied war der Typ 1 (siehe unten), der auch außerhalb von PostScript-Anwendungen Verbreitung gefunden hatte, aber seit Februar 2023 nicht mehr von Adobe unterstützt wird.
Glyphen werden in PostScript-Schriften mit Hilfe von PostScript-Operationen beschrieben. In der Regel werden so die Umrisse der Zeichen (Outlinefonts) gespeichert. Je nach Untertyp können die Zeichen aber auch als Rasterfonts (Bitmapfonts) oder beliebige durch PostScript beschreibbare Grafiken gespeichert werden. Neben den Glyphen definieren PostScript-Fonts noch globale Eigenschaften wie Name und typografische Größe.
1984 veröffentlichte Adobe Systems bzw. dessen Sparte Adobe Type PostScript, 1985/86 die Definition der Zeichensatzformate, revolutionierte damit den bisherigen Schriftsatz (Fotosatz) und verschaffte dem Desktop-Publishing den Durchbruch.
Die Spezifikation der Typ-3-Zeichensätze wurde offengelegt, doch die Lizenz für den ausgereifteren Typ 1 zu für die damalige Zeit sehr hohen Preisen verkauft. Adobes Patentpolitik führte um 1991 zur Entwicklung des TrueType-Formates durch Apple, das später auch von Microsoft in Lizenz verwendet wurde. In Reaktion darauf veröffentlichte Adobe den Adobe Type Manager (ATM), der die Darstellung von Typ-1-PostScript-Zeichensätzen am Bildschirm und mit nicht PostScript-fähigen Druckern verbesserte und die Spezifikationen des Formats, wozu auch das erfolgreiche Reverse Engineering durch den Schriftartenhersteller Bitstream beitrug. In der Folge wurde Unterstützung für das Typ-1-Format in einigen Font-Editoren eingebaut; ebenso erschienen einige freie Fonts wie z. B. der Großteil der vom Schriftsatzsystem TeX verwendeten Schriften in diesem Format.
Multiple Master Fonts sind eine Abwandlung vom PostScript-Zeichensatzformat. Die sogenannte „Smartfont“-Technik in der Realisierung von OpenType ist gewissermaßen eine Weiterentwicklung des Typ-1-Formats.
Die Typ-1-Schriften sind veraltet und wurden mittlerweile durch die OpenType-Schriften mit ihren größeren Glyphensätzen abgelöst. Ab Februar 2023 werden in den Adobe Creative Cloud Produkten keine Type-1-Schriften mehr unterstützt. Einige Betriebssysteme unterstützen zwar noch die Verwendung, aber in vielen Webbrowsern und mobilen Betriebssystemen werden sie nicht mehr unterstützt.
.pfm (PostScript Font Metric).pfb (PostScript Font Binary).inf (optional).afm (Adobe Font Metrics, optional)