Die USB Video Class (auch USB Video Device Class oder UVC genannt) fasst bestimmte Geräte, die Video über USB streamen, zu einer speziellen Klasse von USB-Geräten zusammen. Dazu gehören zum Beispiel Webcams, Camcorder, Transcoder und Geräte, die bandbasiertes Material in ein digitales Format wandeln.
Die aktuelle Revision der UVC Spezifikation ist die Version 1.5 und wurde durch das USB Implementers Forum definiert.
Ein USB-Gerät gilt nur dann als UVC-Gerät, wenn es die USB Device Class Definition for Video Devices erfüllt, also den minimalen Anforderungen der UVC-Spezifikation genügt. Solche Geräte haben den Vorteil, dass sie für ihren Betrieb keinen separaten Treiber benötigen, da ein einheitlicher UVC-Treiber die Geräte verschiedener Hersteller betreiben kann.
Webcams gehörten zu den ersten Geräten, die den UVC Standard unterstützten.
Version 1.1 von UVC unterstützt die Übertragung von komprimierten Videostreams, darunter auch MPEG-2 TS, H.264, MPEG-4 SL SMPTE VC1 und MJPEG.
Einen detaillierteren Überblick über die Versionsgeschichte findet sich auf usb.org im Bereich „Video Class“.
| Version | Datum | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1.0 | 4. September 2003 | Erstveröffentlichung. |
| 1.0a | 4. Dezember 2003 | Zusätzliche Untertypen für den Typ „Extension“ hinzugefügt. In der FAQ wurde ein Abschnitt für Interlaced Video erstellt. |
| 1.0b | (unbekannt) | Nur Änderungen in der FAQ. |
| 1.0c | 5. Juni 2004 | Nur Änderungen in der FAQ. |
| 1.1 | 1. Juni 2005 | Großes Update, unter anderem: Neue Dokumentspezifizierung für Streaming und Frame-basierte Formate, Latenzoptimierung für Streaming-Formate, Namensänderung von „VDC“ zu „UVC“, Entfernung veralteter Formate und Hinzufügung von neuen Formaten. Hinzufügung eines Flags, um zwischen dynamischen und festen Bildfrequenzen zu unterscheiden. |
| 1.5 | 6. Juni 2012 | Hinzufügen von H.264 und VP8 Übertragungen und Verweise auf USB 3.0. |