Uganda Communications Commission

Uganda
Uganda Communications Commission
— UCC —
Bestehen seit 1997
Hauptsitz UCC House Plot 42 - 44, Spring road, Bugolobi, Kampala
Koordinaten 0° 36′ 38,5″ S, 30° 39′ 31,7″ OKoordinaten: 0° 36′ 38,5″ S, 30° 39′ 31,7″ O
Executive Director George William Nyombi Thembo
Website www.ucc.co.ug

Die Uganda Communications Commission (UCC) ist die nationale Regulierungsbehörde für Telekommunikation in Uganda mit Sitz in Kampala. Ihre Ziele sind Aufsicht wie auch Förderung des Kommunikationssektors in Uganda. So ist sie unter anderem für die Vergabe von Frequenzen verantwortlich.

Eingerichtet wurde sie 1997 auf Grund des Kapitels 106 des Uganda Communications Act. Aktueller Geschäftsführer ist George William Nyombi Thembo und Vorstandsvorsitzende Charity Basaza Mulenga (Stand Januar 2026).

Einschränkungen von Internet und Mobilfunk

Ende 2020 ordnete die Regulierungsbehörde die verpflichtende private Registrierung von Telefonnummern an, womit eine eindeutige Zuordnung der von Einzelpersonen übermittelten Inhalte möglich wurde. Um die Präsidentschafts- und Parlamentswahl Mitte Januar 2021 wurden zudem zunächst soziale Netzwerke wie WhatsApp gesperrt und schließlich zusätzlich das Internet für fünf Tage blockiert.

Für die Präsidentschafts- und Parlamentswahl im Januar 2026 versprach die Regierung nach Kritik bei den letzten Wahlen das Internet nicht abzuschalten. So erklärte sie am 5. Januar in einem Beitrag auf X: „Behauptungen, die etwas anderes suggerieren, sind falsch, irreführend und darauf ausgelegt, unnötige Angst und Spannungen in der Öffentlichkeit zu erzeugen.“ Am selben Tag verkündete das Ministry of Information Communication and Technology: „Die Live-Übertragung oder das Streaming von Ausschreitungen, ungesetzlichen Demonstrationen oder gewalttätigen Vorfällen ist verboten, da dies die Spannungen verschärfen und Panik verbreiten kann.“ Am 13. Januar forderte die Uganda Communications Commission die Telekommunikationsunternehmen wie bereits bei den Wahlen im Jahr 2021 dazu auf, das Internet im Land abzuschalten. Die Organisation NetBlocks meldete am 13. Januar „eine landesweite Störung der Internetverbindung in Uganda“. Auch Mobilfunkdienste wurden eingeschränkt und Messengerdienste waren nicht mehr nutzbar.

Einzelnachweise

  1. ↑ Anna Reismann: Wahlen in Uganda: Langzeitpräsident Museveni hält sich an der Macht – mit allen Mitteln. (PDF; 358 KB) In: kas.de. Konrad-Adenauer-Stiftung, Januar 2021, abgerufen am 21. Januar 2026.
  2. 1 2 Uganda cuts internet access ahead of elections. Le Monde, 13. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026 (englisch).
  3. ↑ UCC orders mobile network operators to suspend public internet access. Daily Monitor, 13. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026 (englisch).
  4. ↑ Uganda bans live broadcasts of riots and 'unlawful processions' ahead of vote. Reuters, 6. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026 (englisch).
  5. ↑ Journalists assaulted, internet shut down ahead of Uganda elections. Committee to Protect Journalists, 13. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026 (englisch).
  6. ↑ Behördliche Anordnung: Uganda schränkt vor Wahl Internetzugang ein. In: tagesschau.de. Abgerufen am 21. Januar 2026.
  7. ↑ John Shelton: Uganda: Crackdown, internet blackout ahead of vote. In: dw.com. 13. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026 (englisch).
  8. ↑ @netblocks@mastodon.social. In: mastodon.social. NetBlocks, 13. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026 (englisch): „Confirmed: Live network data show a nation-scale disruption to internet connectivity in #Uganda“
  9. ↑ Internet in Uganda vor Wahlen abgeschaltet. In: zeit.de. 14. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026.
  10. ↑ Carlos Mureithi: Opposition candidate Bobi Wine claims ‘massive ballot stuffing’ as Uganda goes to polls. The Guardian, 15. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026 (englisch).
  11. ↑ Internet in Uganda vor Präsidentenwahl abgeschaltet. Watson, 14. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026.