Ulrike Liebert

Ulrike Liebert (geb. Kleimaier) (* 3. Juli 1975 in Donaueschingen oder Freiburg im Breisgau) ist eine deutsche Richterin am Bundesgerichtshof.

Werdegang

Liebert ging in Donaueschingen auf das Fürstenberg-Gymnasium und legte dort 1995 das Abitur ab. Nach ihrem Studium an der Universität Konstanz (in nur sieben Semestern) und Referendariat legte 2002 sie das zweite Staatsexamen mit der Bestnote sehr gut ab.

Liebert trat 2002 nach Abschluss ihrer juristischen Ausbildung in den höheren Justizdienst des Landes Baden-Württemberg ein. Nach Stationen während der Proberichterzeit bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart, dem Landgericht Stuttgart und dem Amtsgericht Esslingen war sie von 2005 bis 2007 sowie erneut von 2008 bis 2009 an das Justizministerium Baden-Württemberg abgeordnet. Während dieser Zeit wurde sie Anfang September 2005 zunächst zur Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart und sodann im Juni 2006 zur Richterin am Landgericht beim Landgericht Stuttgart ernannt. Ab November 2010 war sie bei dem Oberlandesgericht Stuttgart tätig. Dort wurde sie im November 2011 zur Richterin am Oberlandesgericht ernannt.

Seit dem 3. August 2015 ist sie Richterin am Bundesgerichtshof. Dort war sie zunächst mit Wirksamwerden ihrer Ernennung dem III. Zivilsenat zugewiesen. Dieser Senat war hauptsächlich für das Amts-, Staats- und Notarhaftungsrecht, das Recht der öffentlich-rechtlichen Entschädigung sowie für Rechtsstreitigkeiten über Dienstverträge und Geschäftsbesorgungsverhältnisse zuständig. Mit Wirkung zum 1. Juni 2026 wurde sie stellvertretende Vorsitzende des VIII. Zivilsenats. Dieser Senat ist vornehmlich für Kaufrecht und Wohnraummietrecht zuständig.

Sie war die erste Person am Bundesgerichtshof, die in Teilzeit tätig war. 2018 war sie am Urteil Digitales Erbe beteiligt.

Liebert ist promoviert.

Einzelnachweise

  1. ↑ Deutscher Richterbund (Hrsg.): Handbuch der Justiz 2010/2011. C.F. Müller, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8114-3916-0, S. 62.
  2. ↑ Einser-Juristin: „Einfach nur glücklich“. In: Spiegel Online. 2. April 2002 (spiegel.de [abgerufen am 26. Dezember 2018]).
  3. ↑ Ulrike Plewnia: Wie man Wissen schafft. In: Focus Online – focus.de. Focus Magazin Verlag, 21. Oktober 2002, abgerufen am 26. Dezember 2018.
  4. 1 2 3 Neue Richterin beim Bundesgerichtshof. Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs Nr. 133/2015 vom 3. August 2015, abgerufen am 3. Oktober 2026.
  5. ↑ BGH, Beschluss des Präsidiums vom 28. April 2026 – S 22 1 –, bundesgerichtshof.de.
  6. ↑ Sachliche Zuständigkeit der Zivilsenate. In: bundesgerichtshof.de. Bundesgerichtshof, abgerufen am 3. Oktober 2026.
  7. ↑ Drei neue Bundesrichter kommen aus Baden-Württemberg. In: Baden-Württemberg.de. Staatsministerium Baden-Württemberg, 5. März 2015, abgerufen am 26. Dezember 2018.
  8. ↑ Katrin Bischoff: BGH-Urteil: Eltern dürfen Facebook-Konto der toten Tochter einsehen. 12. Juli 2018, abgerufen am 26. Dezember 2018 (deutsch).
Personendaten
NAME Liebert, Ulrike
KURZBESCHREIBUNG deutsche Richterin am Bundesgerichtshof
GEBURTSDATUM 3. Juli 1975
GEBURTSORT Freiburg im Breisgau