Clive Barker’s Undying

Clive Barker’s Undying
Entwickler Vereinigte StaatenVereinigte Staaten EA Los Angeles
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Electronic Arts
Veröffentlichung Microsoft Windows:
Nordamerika 21. Februar 2001
Europa 15. März 2001
Download (GOG) 19. März 2013
macOS:
Nordamerika 11. Juni 2002
Plattform Windows, macOS
Spiel-Engine Unreal Engine 1.5
Genre Ego-Shooter, Survival Horror
Thematik Dark Fantasy
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Tastatur, Maus
Medium CD-ROM, Download
Sprache Englisch (deutsches Handbuch)
Altersfreigabe
USK
USK ab 16 freigegeben
USK ab 16 freigegeben
PEGI
PEGI ab 18+ Jahren empfohlen
PEGI ab 18+ Jahren empfohlen
PEGI-Inhalts­bewertung Gewalt

Clive Barker’s Undying, im Folgenden Undying, ist ein Computerspiel aus dem Jahr 2001. Der Ego-Shooter mit Horror-Elementen wurde von EA Los Angeles entwickelt und von Electronic Arts auf den Markt gebracht. Der Titel setzt sich aus dem Namen des bekannten britischen Horror-Schriftstellers Clive Barker, der die Hintergrundgeschichte des Spieles geschrieben hat, und dem englischen Partizip undying (deutsch: „unsterblich“) zusammen.

Handlung

Die Geschichte spielt 1923 in Irland. Kriegsheimkehrer Patrick Galloway wird von Jeremiah, dem einzigen Nachkommen der Familie Covenant, zu deren Hauptwohnsitz berufen, einem großen Herrenhaus mitten auf einer verlassenen Insel. Jeremiahs vier Geschwister starben, sind dem Grab aber wieder entstiegen, um ihrem Bruder nach dem Leben zu trachten. Nur Jeremiah kann den Fluch vom Antlitz seiner Familie tilgen.

Galloway, Jeremiahs Freund, eilt ihm zu Hilfe, um ihm bei der Aufhebung des Fluches beizustehen. Er erfährt, dass der Fluch etwas mit einem damals abgehaltenen Ritual auf der „Insel der stehenden Steine“ zu tun haben muss. Er hat in fünf Kapiteln gefährliche Abenteuer zu bestehen, die unter anderem den Besuch fremder Welten und eine Reise in die Vergangenheit umfassen. Neben Horden höllischer Kreaturen stellen sich ihm dabei auch die vier Covenant-Geschwister und ein alter Konkurrent entgegen. Die Schauplätze sind bewusst düster gewählt: So führt die Handlung den Spieler vom Herrenhaus über Friedhöfe, Mausoleen, ein gigantisches, altes Kloster und eine märchenhafte Traumwelt voller Kannibalen (In der Originalversion „Eternal Autumn“ genannt [Englisch für Ewiger Herbst]) bis hin zu der besagten „Insel der stehenden Steine“.

Spielprinzip

Das Spiel ist weitgehend nach dem Muster herkömmlicher Ego-Shooter aufgebaut. Der Spieler übernimmt in der Egoperspektive die Rolle der Hauptfigur Patrick Galloway, der gegen unheimliche Kreaturen kämpfen und mit dem Fortgang der Geschichte verschiedene Aufgaben erfüllen muss. Auch wenn der Aufbau des Spiels weitgehend linear ist, ist es oft möglich, zu vorher besuchten Orten zurückzukehren, etwa um Energie aufzufrischen.

Eine der Besonderheiten im Gameplay des Spiels ist die Vielfalt der Waffen und Werkzeuge, die der Hauptfigur zur Verfügung gestellt werden. So werden mit der linken Maustaste die Waffen betätigt, die von Standardmodellen wie Revolver und Gewehr bis zu Fantasiewaffen wie etwa einer magischen Sense oder brennenden Phönix-Eiern reichen. Mit der rechten Maustaste können „Flüche“ (Zauber) ausgesprochen werden, von denen einige ebenfalls Waffencharakter besitzen. Diese verbrauchen einen zweiten Energietypus, das sogenannte Mana, und reichen von Energieblitzen über Schilde bis hin zu einer Flugfunktion oder der Abwehr sämtlicher magischer Elemente. Waffen und Flüche können gleichzeitig benutzt werden, was wegen der vergleichsweise spärlich vorhandenen Munition auch oft erforderlich ist.

Hintergrund

Undying ist als Computerspiel das erste interaktive Projekt des britischen Autors, Zeichners und Regisseurs Clive Barker. Die Ideen, die Barkers Fantasie entspringen, drehen sich oft um die Welt des Horrors.

Obwohl das Spiel von der Fachpresse überwiegend gute Kritiken erhielt, blieb der kommerzielle Erfolg aus: Das Spiel verkaufte sich weltweit nur rund 25.000 Mal. Daraufhin wurde eine angekündigte Erweiterung zum Multiplayerspiel ebenso wie die Portierung auf Konsolen nicht mehr umgesetzt. Auch Pläne für eine Fortsetzung wurden nicht mehr weiterverfolgt. Die Tatsache, dass Undying in Deutschland ausschließlich in englischer Sprache erschien, dürfte zusätzlich zu dem mäßigen Erfolg dort beigetragen haben. Portierungen für Sega Dreamcast und PlayStation 2 waren in Entwicklung, wurden jedoch nie fertiggestellt.

2007 erschien ein weiterer Ego-Shooter mit dem Titel Clive Barker’s Jericho dessen Handlung von Barker geschrieben wurde.

Sonstiges

Wertungen

Metawertungen
DatenbankWertung
GameRankings84 % (PC)
Metacritic85 %
Wertungsspiegel
PublikationWertung
4Players84 %
GameSpot9,1/10
IGN9,0/10
PC Games89 %

Undying erhielt überwiegend positive Rezensionen. Der Tester von PC Games lobte den hohen Detailgrad. Kritisiert wurden häufige Unterbrechungen durch Ladezeiten.

„Undying ist ein Shooter der Extraklasse, ein Grusel-Epos, das seinesgleichen sucht.“

– Thomas Weiß: PC Games

Das Onlinemagazin 4Players hob vor allem den Spieleinstieg sowie die Gruselatmosphäre positiv hervor. Durch kleinere Mängel habe das Spiel aber nicht ganz das Zeug zum Klassiker und komme nicht an Half-Life und No One Lives Forever heran. Grafische Ungereimtheiten und zu viele Ausrüstungsgegenstände wurden aufgeführt.

Einzelnachweise

  1. ↑ Clive Barker’s Undying in der Online Games-Datenbank, abgerufen am 9. Juni 2018
  2. ↑ Clive Barker's Undying (Memento vom 9. Dezember 2019 im Internet Archive) bei GameRankings, abgerufen am 13. April 2013
  3. 1 2 Clive Barker's Undying. In: Metacritic. Abgerufen am 26. Juli 2026 (englisch).
  4. 1 2 Mathias Oertel: Test: Clive Barker's Undying. In: 4Players. 5. März 2001, archiviert vom Original am 3. November 2021; abgerufen am 27. Juli 2025.
  5. ↑ Greg Kasavin: Clive Barker's Undying Review. In: GameSpot. 16. Februar 2001, abgerufen am 27. Juli 2025 (englisch).
  6. ↑ Steve Perry: Clive Barker's Undying. In: IGN. 13. August 2002, abgerufen am 27. Juli 2025 (englisch).
  7. ↑ Thomas Weiß: Actionspiel – Clive Barker's Undying. In: PC Games. 7. März 2001, archiviert vom Original am 19. Oktober 2004; abgerufen am 31. Dezember 2025.
  8. 1 2 3 Thomas Weiß: Clive Barker’s Undying. In: PC Games. Nr. 04/2001, April 2001, S. 118–121 (kultboy.com [abgerufen am 26. Juli 2026]).