| Unrecord | |
| Entwickler | |
|---|---|
| Plattform | Windows |
| Spiel-Engine | Unreal Engine 5 |
| Genre | First Person Shooter |
| Spielmodus | Einzelspieler |
Unrecord ist ein im Jahr 2022 angekündigter Ego-Shooter des französischen Entwicklers DRAMA.
Das Spiel erhielt nach der Vorstellung von Spielszenen, die durch nahezu fotorealistische Computergrafik bestechen, mediale Aufmerksamkeit.
Ein Veröffentlichungstermin für das Spiel ist nicht bekannt. Im Juli 2026 kommentierte DRAMA, weiterhin mit der Entwicklung des Spiels beschäftigt zu sein.
Laut der Pressemappe des Spiels ist Unrecord ein „taktischer“ Ego-Shooter und von der Konzeption her eine Kombination aus dem Abenteuerspiel Firewatch und dem Taktik-Shooter Ready or Not. Obwohl Realismus ein „integraler“ Bestandteil des Spiels ist, hat DRAMA erklärt, dass Unrecord kein Simulationsspiel ist. Laut der Steam-Seitenbeschreibung zu Unrecord ist die Geschichte des Spiels mit einem „Krimi oder Thriller“ vergleichbar, in der Einzelspielerkampagne untersucht der Spieler mehrere Kriminalfälle.
Im Spiel wird ein Polizist gesteuert. Die Egoperspektive erfolgt, statt wie bei gängigen Ego-Shootern üblich, nicht durch die Augen des Protagonisten, sondern durch die Body-Cam, die der Polizist mit sich führt. Obwohl die Body-Cam-Perspektive als zentraler Bestandteil des Spielerlebnisses gilt, da die beim Schusswechsel verwackelten Aufnahmen der Bodycam sowie die dadurch erzeugte Unschärfe – neben einem leichten Fischaugeneffekt und einer gelegentlichen Überbelichtung – für Realismus sorgen, sind im Spiel Barrierefreiheitsoptionen und anpassbare Kameraeinstellungen implementiert, um Gaming Sickness zu reduzieren.
Unrecord ist das erste Spiel des französischen Independent-Spieleentwicklers DRAMA. Im Oktober 2022 stellte das Studio das Spiel erstmals vor, mit einem Trailer. Der Erfolg des Videos, die gestiegene Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit veranlasste DRAMA, die Entwicklung des Spiels zu beschleunigen. Eigenen Angaben zufolge nutzt DRAMA zur Erstellung einer fotorealistischen Computergrafik Megascans sowie die Unreal Engine 5 und eigenentwickelte Werkzeuge. DRAMA erklärte, dass nicht von einer Veröffentlichung im Jahr 2023 ausgegangen wurde.
Im September 2024 wurde die Entwicklung mit 2,5 Millionen US-Dollar durch einen The Games Fund unterstützt. Ende des Jahres 2025 wurde berichtet, dass sich Tencent ebenfalls durch einen Anteilskauf am Studio DRAMA an der Entwicklung finanziell beteiligt. Im Juli 2026 gab das Studio bekannt, sehr mit der Arbeit an dem Spiel beschäftigt zu sein und weiteres Personal zu suchen.
Bis April 2023 wurde das zur offiziellen Bekanntgabe des Spiels veröffentlichte Reveal-Video, das Spielszenen zeigt, mehr als 9,8 Millionen Mal aufgerufen. Im April 2023 wurde ein weiterer Trailer mit Spielszenen veröffentlicht. Stand April 2023 hatten 600.000 Steam-Benutzer Unrecord auf ihrer Steam-Wunschliste vorgemerkt. Noch im August 2026 rangierte das Spiel laut steamdb.info auf Platz 15 der bei Steam meistgewünschten Videospiele. Die fotorealistische Darstellung führte zu Vorwürfen, dass der Gameplay-Trailer von Unrecord unter Verwendung von echten Körperkameraaufnahmen oder einer vorgerenderten Tech-Demo gefälscht wurde. Auch wurde den Entwicklern vorgeworfen Assets über ein echtes Video gelegt zu haben. Als Reaktion darauf veröffentlichte DRAMA ein Video, das die Spielumgebung innerhalb der Unreal Engine-Benutzeroberfläche zeigt, um zu beweisen, dass es sich bei dem Spiel nicht um einen interaktiven Film oder einen Rail Shooter handelt. IGN erklärte nach einer eigenen Überprüfung, dass der Gameplay-Trailer echt ist. Kritik wurde auch an der realistischen Darstellung des Spiels geübt, da diese realen Körperkameravideos von US-amerikanischen Polizeien ähnelt. Als Reaktion auf die Vorwürfe, dass Unrecord entweder eine Pro-Polizei- oder eine Anti-Polizei-Agenda verfolgte, veröffentlichte DRAMA eine Erklärung auf Steam, in der es erklärte, dass „Themen wie Rassismus, Diskriminierung, Gewalt gegen Frauen und Minderheiten“ im Spiel nicht vorkommen und Unrecord „keine manichäische Sicht auf kriminelle Handlungen und Polizeigewalt vermittelt.“