Ursula Fehr wurde in eine Lehrerfamilie hineingeboren und wuchs in Frauenfeld auf, wo sie die Matura (Typus A) machte. Von 1959 bis 1963 absolvierte sie die Académie des Beaux-Arts in Genf, die sie mit dem Diplôme de sculpture abschloss.
Sie arbeitete neben ihrer Tätigkeit als Bildhauerin auch als Zeichen- und Werklehrerin an den Kantonsschulen Schaffhausen, Romanshorn, Kreuzlingen, an der SekundarschuleArbon, dem Seminar Textiles Werken und Gestalten, Weinfelden und dem Seminar für Fächergruppenlehrkräfte AHLS Gossau. Ab 1970 hatte sie ein eigenes Atelier.
Werk
Sie realisierte zahlreiche Kunst am Bau und Werke im öffentlichen Raum. In erster Linie war sie Bildhauerin und entwickelte seit den 1960er Jahren eine eigenständige Position. Sie arbeitete oft grossformatig, fertigte aber auch Schmuck und machte Radierungen und Zeichnungen.
Die Künstlerin bezieht sich in ihren Werken auf Mythologisches und Philosophisches. Psychologie und die menschliche Existenz beschäftigt sie auch in Bezug zur Natur und zum geistigen Streben des Menschen. Ihre Ikariden oszillieren zwischen irdischem Dasein und Streben nach Unsterblichkeit. Ab 1985 entwickelt sie mit den Ikariden, den Grünen Weibern, die Wellenreiterinnen und den Traumkissen grössere Werkgruppen.
Ursula Fehr, Schwertlilie, 2019
Thema ist die Ambivalenz zwischen Natur- und Erdverbundenheit und geistigem Streben.
Ausstellungen
Eine erste bedeutende Ausstellung realisierte sie:
1995 Ursula Fehr, Skulpturen. Charlotte Liedtke, Mischtechnik auf Papier und Leinwand, Galerie für Gegenwartskunst, Elfi Bohrer, Galerie für Gegenwartskunst, Bonstetten
1997 Art und Weise. Plattform für 65 Thurgauer Künstlerinnen und Künstler, Festhütte, Amriswil
↑Samuel Koch:Zwei in sich verschlungene Zwitterwesen zieren den Park beim Alterszentrum Stadtgarten in Frauenfeld. In: Thurgauer Zeitung. (thurgauerzeitung.ch[abgerufen am 11.November 2025]).