Uta Titz (* 1972) ist eine deutsche Schriftstellerin und Musikerin, die unter dem Künstlernamen Krazy auftritt. Bekannt wurde sie mit ihrem Roman Stella Runaway, für den sie 2003 den Kranichsteiner Literaturförderpreis erhielt.
Titz wuchs im Schwarzwald in einem künstlerisch-musikalischen Elternhaus auf und begann schon früh, eigene Gedichte, Liedtexte und Songs zu schreiben sowie aufzutreten. Von Bob Dylan und Kölner Bands wie The Piano Has Been Drinking und Rausch angeregt, zog sie nach Köln, lebte dort zeitweise auf der Straße und verstand diese Jahre als Suche nach einem Leben als Musikerin. Im Kölner Straßenmilieu machte sie über Jahre hinweg Musik, teilte zeitweise eine Straßenwohngemeinschaft mit Obdachlosen und entwickelte aus diesen Erfahrungen ihre eigene literarische und musikalische Sprache. Mitte der 2000er-Jahre wurde Peter Sarach für sie ein wichtiger künstlerischer Bezugspunkt; aus dieser Zusammenarbeit gingen weitere Bühnen- und Bandprojekte hervor.
Ihr Debütroman Stella Runaway erschien 2003 und wurde im selben Jahr mit dem erstmals vergebenen Kranichsteiner Literaturförderpreis ausgezeichnet. Das Buch kann als Roman über Straßenrandexistenzen und wohnungslose Punks beschrieben werden, den ein rauer und zugleich poetischer Ton trägt. Zugleich blieb Titz in Köln als Straßenmusikerin präsent und trat mit den Magic Street Voices auf. Als Krazy profilierte sie sich später stärker als Liedermacherin; 2020 erschien das Album Seifenblasenmaschine, dessen Texte und Arrangements als eigenständig, sprachbewusst und stilistisch vielfältig beschrieben wurden. Beim Liederfest Hoyschrecke erreichte sie 2022 jeweils den zweiten Platz in der Publikums- und in der Jurywertung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Titz, Uta |
| ALTERNATIVNAMEN | Krazy (Künstlername); Praetorius, Crazy (Pseudonym); Crazy Praetorius (Pseudonym); Crazy (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin und Musikerin |
| GEBURTSDATUM | 1972 |