Ute Deichmann

Ute Deichmann (* 1951) ist eine deutsche Wissenschaftshistorikerin und Biologin. Sie ist außerplanmäßige Professorin an der Universität zu Köln und als Adjunct Professor Direktorin des Jacques Loeb Centre for the History and Philosophy of the Life Sciences an der Ben-Gurion-Universität im Negev in Israel.

Leben

Ute Deichmann wurde im Jahr 1991 mit der wissenschaftshistorischen Arbeit „Biologen unter Hitler. Die Vertreibung jüdischer Wissenschaftler und die Entwicklung biologischer Forschung in Deutschland“ an der Universität zu Köln promoviert. Ihr Doktorvater war Benno Müller-Hill, ein Genetiker, der sich lange Jahre mit der Geschichte der Biomedizin und der Genetik in der NS-Zeit auseinandergesetzt hat. Sie habilitierte sich im Jahr 2000 an der Universität Köln mit einer Arbeit über Chemiker und Biochemiker in der NS-Zeit (Titel: „Flüchten, Mitmachen, Vergessen. Chemiker und Biochemiker in der NS-Zeit“). Seit dem Jahr 2000 leitet sie eine Arbeitsgruppe zur Geschichte der Biologie und Chemie am Institut für Genetik der Universität zu Köln. Von 2003 bis 2007 war sie Forschungsprofessorin am Leo-Baeck-Institut in London; dort war sie Leiterin des Projekts „Jews in German-speaking academia, 19th and 20th centuries“.

Im Jahr 2007 war Deichmann Gründungsdirektorin des Jacques Loeb Centre for the History and Philosophy of the Life Sciences an der Ben-Gurion-Universität im Negev in Beʾer Scheva, das sie seither leitet. Seit 2011 ist sie „Adjunct full professor“ an der Ben-Gurion-Universität und außerplanmäßige Professorin an der Universität zu Köln.

Preise und Auszeichnungen

Forschungsprogramm

Buchveröffentlichungen (Auswahl)

Herausgeberschaften

Artikel (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ nach Deutsche Nationalbibliothek
  2. ↑ siehe Homepage des Centres unter https://in.bgu.ac.il/en/loeb/Pages/default.aspx
  3. ↑ Eintrag bei philpapers.org
  4. ↑ Rezension der erweiterten Ausgabe von 1995 von Hans-Jörg Rheinberger in Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 20 (1997), Seite 251–252.