
Uwe Bressnik (* 1961 in Villach/Kärnten) ist ein österreichischer bildender Künstler.
Uwe Bressnik wuchs in Kärnten und Oberösterreich auf und lebt seit 1980 in Wien.
Dort studierte er von 1983 bis 1989 an der Hochschule für Angewandte Kunst bei Sepp Moosmann, Oswald Oberhuber, Peter Weibel und Ernst Caramelle.
Uwe Bressnik folgt einem transmedialen Ansatz. Er arbeitet an einer Neuinterpretation und -kontextualisierung der bildnerischen Gattungen Grafik, Malerei und Skulptur mittels angrenzender kultureller Felder wie der Neuen Medien, Musik oder Sport. Das Spektrum seiner künstlerischen Aktivitäten reicht von Zeichnung, Computergrafik, Fotografie, Video, Malerei, (Sound)Objekt und Installation bis zur raumgreifenden Gestaltung und Performance.
Erste Aufmerksamkeit erhielt Bressnik bereits Ende der 1980er Jahre für die Arbeitsgruppen Bewegter Bilder, in denen er den Moiré-Effekt von geschichteten Netzraster-Flächen zur Erstellung pseudo-digitaler Bilder, Objekte und Grafiken nutzte. Ab 2006 lässt Bressnik große Flächen solcher sich selbst generierenden Moiré-Bilder durch kinetisch erzeugte Bewegung (E-Motor, Ventilatoren) im öffentlichen Raum pulsieren ("revival" 2006, Kaiserstrasse Wien, "lebenDIG" Klagenfurter Dom 2010) und sich wandeln („Wandlung“ Dom Maria Saal 1013).
1996 gründete Bressnik das Plattenlabel Soul Source Records (SSR), auf dem bisher etwa 200 seiner ausschließlich visuell erfahrbaren Schallplatten-Bilder und -Objekte erschienen. Das Sub-Label Vyl Vinyl Records (VVR) verschmilzt darüber hinaus das akustische Material Schallplatte mit Dingen des täglichen Bedarfs wie Töpfen, Pfannen, Teekannen und ähnliches.
2012 erweiterte Bressnik seine Label-Tätigkeit um das performative Format der SSR-Dubplates, im Rahmen derer er als menschlicher Direct-to-Disc Aufzeichnungs-Apparat unter Beteiligung des Publikums im Rahmen verschiedener Kunstveranstaltungen „live aufzeichnet“ (z. B. im ‚ausstellungsraum.at‘), wo „unter dem Titel „Live Records“ (...) vorübergehend das schrägste Plattengeschäft in Wien (entstand)“ (S. 49).
Seit seinen Anfängen liefert auch speziell das Fußballspiel Bressnik zahlreiche Anstöße zu transmedialen Interventionen ("am Ball" 1993, "Pas de Bal" 1998, "Passionsfruchtfeld" seit 2000, „Spielball“ Museum Moderner Kunst Kärnten 2008).
Bressnik ist wiederholt Initiator unabhängiger Formate zur unkommerziellen Kunstvermittlung, u. a.: "Künstlerhouse", Künstlerhaus-Passage, Wien 1995–97, "Doubleheart-Hear the Art", Kunsthalle Exnergasse, Wien 2002, "Heuriges"/Kunstsalon Joanelli/ausstellungsraum.at, Wien, Kunsthalle Mengerzeile/M3 Treptow, Berlin 2005–15.
Seit 2000 ist Bressnik auch als improvisierender Musiker (Taschentrompete, Kornett (Instrument)) in mehreren Live-Musik-Formationen („Große Freiheit Nr 7“, „seelish“, Vienna Improvisers Orchestra, HHH!!!). Bressnik ist Gründungsmitglied (2005) der Künstlergruppe und Band "KunstSportGruppe hochobir".
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bressnik, Uwe |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer bildender Künstler |
| GEBURTSDATUM | 1961 |
| GEBURTSORT | Villach, Kärnten |