Uwe Menzel

Uwe Menzel (* 1974 in Potsdam) ist ein deutscher Neonazi, Musiker und Sänger. Er spielte in verschiedenen Bandprojekten und hatte eigenständige Bands. Sein Szenename Uwocaust spielt gezielt auf den Holocaust an. Er gilt als ein Hauptakteur in Brandenburg bei der Förderung von rechtsextremistischen Nachwuchsbands und unterhält Kontakte zur rechtsextremen Musikszene in Sachsen-Anhalt.

Leben

Bekannt wurde Menzel mit seinem ersten Bandprojekt, Proissenheads, die „dumpfe Rassismus-Klischees“ verbreitete und bundesweit bei Konzerten der verbotenen Gruppierung Blood & Honour auftrat. Diese Band probte von 1995 bis 1998 im Rahmen eines integrativen Jugendprojektes in einem städtischen Jugendclub „Club 18“ in Potsdam, bis im Jugendamt bekannt wurde, dass die Band als rechtsextrem eingestuft worden war. Bekannt wurde die Tätigkeit der Band in dem Jugendclub durch die Recherchearbeit antifaschistischer Strukturen in Potsdam. Menzel selbst bezeichnete Gaskammern als „nützlichste Erfindung der Menschheit“.

Das Amtsgericht Potsdam erlegte Menzel und zwei Mitangeklagten eine Geldstrafe auf, weil sie in der ersten Hälfte des Jahres 2000 illegal im Besitz von Waffen waren.

Musikstil und Texte

Musikalisch sind die Projekte unterschiedlich. Die Projekte Burn Down und Bloodshed fallen im Gegensatz zu Uwocaust und Alte Freunde und Proissenheads in den Bereich Hatecore.

Im Jahr 2012 nahm die Thüringer Band Sonderkommando Dirlewanger (SKD), die dem Netzwerk Blood and Honour nahesteht, mit 14 anderen Rechtsrock-Bands eine gemeinsame Solidaritäts-CD für Ralf Wohlleben auf. Auch Uwocaust & alte Freunde waren darauf vertreten.

Diskografie

Proissenheads

Aryan Brotherhood

Bloodshed

Burn Down

Uwocaust & alte Freunde

Kein Leben ohne Kampf

Uwocaust und RAConquista

Blutrein

Uwocaust and the Angry Bois

Einzelnachweise

  1. ↑ Ministerium des Innern, Brandenburg: Verfassungsschutzbericht 2000. Herausgegeben 2001, Seite 99 (Memento des Originals vom 18. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF).
  2. ↑ Verfassungsschutzbericht Brandenburg 2009 (Memento des Originals vom 12. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 6,4 MB), S. 101
  3. ↑ Verfassungsschutzbericht Brandenburg 2008 (Memento vom 19. April 2009 im Internet Archive) (PDF; 6 MB), S. 94
  4. ↑ Verfassungsschutzbericht Brandenburg 2007 (Memento des Originals vom 18. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 9,3 MB), S. 72
  5. ↑ Gemeinsames Lagebild der Verfassungsschutzbehörden Brandenburg und Sachsen-Anhalt zur aktuellen Entwicklung im Rechtsextremismus 2009 (PDF; 948 kB), S. 37
  6. ↑ Ministerium des Innern, Brandenburg: Verfassungsschutzbericht 1998. Herausgegeben 1999, Seite 24 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) (PDF)
  7. ↑ Heike Klefner: Endpunkt einer jahrelangen Entwicklung. In: taz vom 12. Februar 2001
  8. ↑ Ministerium des Innern, Brandenburg: Verfassungsschutzbericht 1998. Herausgegeben 1999, Seite 24 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) (PDF)
  9. ↑ Heike Klefner: Endpunkt einer jahrelangen Entwicklung. In: taz vom 12. Februar 2001
  10. ↑ Noch ein V-Mann-Fall. Verfassungsschutz des Landes Brandenburg, archiviert vom Original am 7. Juli 2017
  11. ↑ Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V., Argumente & Kultur gegen Rechts e.V. (Hrsg.): Argumentationshilfe gegen die „Schulhof-CD“ der NPD Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl 2011 Magdeburg und Bielefeld, März 2011 Seite 7 (PDF; 400 kB).
  12. ↑ Ralf Wohlleben: Rechte Szene sammelt Geld für mutmaßlichen NSU-Helfer. spiegel.de vom 17. November 2012
  13. ↑ Bundesanzeiger vom 27. Juni 2025, folgeindiziert
  14. ↑ Bundesanzeiger Nr. 120 vom 30. Juni 2005, Liste A
  15. ↑ Bundesanzeiger vom 30. Oktober 2023
  16. ↑ Bundesanzeiger Nr. 142 vom 31. Juli 2004, Liste A
  17. ↑ Bundesanzeiger 31.05.2012, Liste B
  18. ↑ Bundesanzeiger Nr. 204 vom 31. Oktober 2007, Liste A
  19. ↑ Bundesanzeiger Nr. 224 vom 29. November 2003, Liste A
  20. ↑ Bundesanzeiger Nr. 83 vom 31. Mai 2011, Liste A
  21. ↑ Bundesanzeiger Nr. 205 vom 31. Oktober 2006, Liste A
  22. ↑ Bundesanzeiger Nr. 34 vom 29. Februar 2008, Liste A
  23. ↑ Bundesanzeiger Nr. 95 vom 27. Juni 2008, Liste A
  24. ↑ Bundesanzeiger vom 30. März 2023
  25. ↑ Bundesanzeiger vom 31. Mai 2017, Liste A
  26. ↑ Bundesanzeiger Nr. 32 vom 26. Februar 2010, Liste A
  27. ↑ Bundesanzeiger Nr. 181 vom 30. November 2010, Liste A
  28. ↑ Bundesanzeiger Nr. 138 vom 14. September 2010, Liste A
Personendaten
NAME Menzel, Uwe
KURZBESCHREIBUNG deutscher neonazistischer Musiker und Sänger
GEBURTSDATUM 1974
GEBURTSORT Potsdam