

Das V-Label ist ein einheitliches Gütesiegel der Europäischen Vegetarier-Union zur Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Produkten und Dienstleistungen. Das Label wird auch als Vegi-Label und Vegetarismus-Label bezeichnet. Es ist kein staatlich anerkanntes Label. Das V-Label wurde durch Swissveg erstmals für die Produktkennzeichnung verwendet und später mit Hilfe der Europäischen Vegetarier-Union international verbreitet und wird heute in Deutschland durch ProVeg (ehemals Vegetarierbund, VEBU) vertreten. Die Zeichengeber wollen mit dem Label den Verbrauchern „eine einfache sowie sichere Orientierungshilfe beim täglichen Einkauf“ bieten.
Die Verbreitung ist in Europa unterschiedlich ausgeprägt. Das Label wird von allen Europäischen Vegetarierorganisationen als Kennzeichnung für vegetarische (inkl. vegane) Produkte und Dienstleistungen anerkannt.
Außerhalb Europas gibt es, Stand 2021, Vertretungen in Chile, Peru und Argentinien.
Lizenzgeber in den deutschsprachigen Ländern:
Das V-Label kann für folgende Produktkategorien beantragt werden
Als vegan gelten Produkte, die keine Erzeugnisse tierischen Ursprungs enthalten und bei denen in allen Produktions- und Verarbeitungsstufen auf Zutaten, Inhaltsstoffe, Komponenten oder Verarbeitungshilfsstoffe tierischen Ursprungs verzichtet wurde. Untersagt sind auch Zutaten oder Komponenten, die von Natur aus tierischen Ursprungs wären, selbst wenn diese ohne Tiere hergestellt worden sind (z. B. mittels Präzisionsfermentation).
Als vegetarisch gelten Produkte, bei denen Milch, Kolostrum, Eier, Bienenhonig, Bienenwachs, Propolis, Wolle oder Wollfett/Lanolin oder deren Bestandteile bzw. daraus gewonnene Erzeugnisse zugesetzt oder verwendet wurden, die ansonsten aber den Kriterien für vegane Produkte entsprechen.
Gastronomiegewerbe, die mit dem V-Label ausgezeichnet sind, müssen
Ende 2013 nutzten ca. 100 Produzenten, darunter auch große Lebensmittelkonzerne, das V-Label. 2018 wurde das Label von 1.300 Unternehmen genutzt, die 15.000 Produkte lizenziert hatten. Im Gastronomiesektor dagegen war das Label noch wenig verbreitet. Seit Oktober 2021 verwendet auch Burger King das V-Label für vegane Produkte. In der Schweiz kennzeichnet das V-Label seit September 2017 vegan-vegetarische Menüs in sämtlichen IKEA-Restaurants und ist damit erstmals in der Großgastronomie vertreten.