Vagn Fabritius Buchwald (* 23. Juni 1929 in Frederiksberg; † 22. April 2025) war ein dänischer Meteoritenforscher, der in Grönland den Großmeteoriten Agpalilik fand.
Vagn Buchwald war als promovierter Ingenieur Dozent für Metallurgie an Dänemarks Technischer Universität in Lyngby und galt als Experte für antike Metallobjekte. Nach ihm wurde das im Meteoriten Agpalilik entdeckte Mineral Buchwaldit benannt. 1963 stellte er eine Übersicht aller damals bekannten Bruchstücke des Cape-York-Meteoriten zusammen, das nach Agpalilik größte Objekt war Savik I.
Buchwalds bedeutendstes Werk ist das dreibändige Handbook of Iron Meteorites: Their History, Distribution, Composition and Structure, das 1975 erschien. Das Kompendium umfasst 1.426 Seiten mit 2.124 Abbildungen. Band 1 bietet eine Einführung in Meteorite, Feuerkugeln und Impaktkrater sowie in Mineralogie, Zusammensetzung und physikalische Eigenschaften von Eisenmeteoriten. Die Bände 2 und 3 liefern detaillierte Beschreibungen von rund 600 Eisenmeteoriten und decken damit nahezu alle Exemplare ab, die bis zum Jahr 1975 bekannt und wissenschaftlich zugänglich waren.
Das Werk ist vergriffen, wurde aber an der University of Hawai‘i digitalisiert. Das Buch gilt bis heute als grundlegendes Standardwerk der Meteoritenkunde und stellt durch die Kombination aus struktureller, chemischer und metallographischer Analyse auch 50 Jahre nach Erscheinen weiter eine wertvolle Ressource für die Meteoritenforschung dar.
Buchwald war Mitglied der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften. Nach ihm ist der Asteroid des äußeren Hauptgürtels (3209) Buchwald benannt.
| Personendaten | |
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| NAME | Buchwald, Vagn |
| ALTERNATIVNAMEN | Buchwald, Vagn Fabritius (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer Meteoritenforscher und Metallurg |
| GEBURTSDATUM | 23. Juni 1929 |
| GEBURTSORT | Fredriksberg |
| STERBEDATUM | 22. April 2025 |