

Ein Vakuumschalter ist in der elektrischen Energietechnik eine Bauform eines Leistungsschalters, bei der sich die Kontakte zur Reduzierung des unerwünschten Schaltlichtbogens unter Vakuum befinden. Diese Schalter werden bevorzugt bei Mittelspannungsschaltanlagen mit Spannungen bis zu ca. 40 kV eingesetzt. Mittlerweile sind auch Vakuumschalter bis 145 kV verfügbar.
Vakuumschalter weisen eine sehr große Schaltzyklenzahl bei weitestgehender Wartungsfreiheit über einige Jahrzehnte auf und können, je nach Typ verschieden, Kurzschlussströme über 60 kA schalten. Sie werden beispielsweise in Schaltzellen im Mittelspannungsnetz und im Bereich von elektrischen Bahnen als Lastschalter eingesetzt. Die sich im Vakuum befindenden Schaltkontakte werden elektromagnetisch oder über ein mechanisches Gestänge angetrieben. Der Kontaktabstand beträgt im geöffneten Zustand nur einige wenige Millimeter.
Da im Kontaktbereich kein Gas vorhanden ist, welches bei dem Schaltvorgang ionisiert werden könnte, kommt es bei Kontaktöffnung nur zu einem vergleichsweise kleinen Metalldampflichtbogen, welcher aus verdampftem Oberflächenmaterial der Kontakte gespeist wird. Zur Löschung des Metalldampflichtbogens kommen bei diesen Schaltertyp zwei Verfahren zur Anwendung:
Es gibt auch Vakuum-Schütze mit ähnlichem Aufbau, die durch eine einzige dauerbetätigte Spule aktiviert werden.