
Valiant Shield ist eine großangelegte Übung der Streitkräfte der Vereinigten Staaten im Pazifik. Teilnehmer sind Kräfte der Navy, Air Force, Marine Corps und Coast Guard. Die Übung soll die Zusammenarbeit der Teilstreitkräfte verbessern. Seit 2024 nehmen auch Verbündete an der Übung teil.



Valiant Shield 2006 fand vom 19. bis zum 23. Juni statt. An der Übung nahmen insgesamt rund 22.000 Soldaten der verschiedenen Teilstreitkräfte teil. Die Navy war mit drei Flugzeugträgerkampfgruppen um die Träger Kitty Hawk, Abraham Lincoln und Ronald Reagan beteiligt, insgesamt rund 30 Schiffe. Die Air Force und das Marine Corps setzten 280 Flugzeuge ein, die Coast Guard war mit einem Kutter beteiligt.
Als Beobachter wurde erstmals bei einer großen US-Übung auch die Volksrepublik China eingeladen, die daraufhin 10 Offiziere in den Beobachterstab abkommandierte. Die Einladung wurde von Admiral William J. Fallon, dem damaligen Kommandeur des United States Pacific Command, ausgesprochen, um die militärischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu verbessern, die seit dem Zusammenstoß einer amerikanischen Aufklärungsmaschine und einer chinesischen Shenyang J-8 nahe der Insel Hainan auf einem Tiefpunkt waren. Zudem schickten sechs andere Anrainerstaaten des Pazifiks Beobachter zu dem Manöver.
Valiant Shield, ursprünglich als zweijährliche Übung geplant, fand auch 2007 statt, diesmal vom 7. bis zum 14. August. Die Beteiligung entsprach zahlenmäßig der von 2006, wiederum waren drei Flugzeugträger beteiligt, neben der Kitty Hawk diesmal John C. Stennis und Nimitz.
Im September 2010 fand Valiant Shield zwischen Palau und Guam statt. Teilnehmer waren die Kampfgruppen um die Essex und George Washington.
Die Übung Valiant Shield 2026 fand vom 22. Juni bis zum 1. Juli 2026 auf den Nördlichen Marianen, auf Guam, in Japan und auf See rund um die Marianen statt. Im Rahmen der Übung wurde die USS Juneau, ein amphibisches Transportdockschiff der Austin-Klasse, vor der Küste von Guam versenkt. Bei der SINKEX schoss zunächst eine P-8A Poseidon der neuseeländischen Luftwaffe zwei Antischiffsraketen des Typs Harpoon auf das Schiff ab. Danach warf eine B-2 erstmals überhaupt eine AGM-158C LRASM-Rakete ab. Im veröffentlichten Video der Übung ist kein Treffer der AGM-158C LRASM zu sehen. Daher könnte diese Versuchsrakete auch geborgen worden sein, um Daten auswerten zu können, nachdem sie absichtlich neben das Zielschiff aufschlug. Danach schoss das japanische diesel-elektrische Jagd-U-Boot der Taigei-Klasse JS Jingei einen Typ-89-Torpedo ab und versenkte das Schiff. An den zehntägigen Manövern beteiligten sich auch Australien, Japan, Kanada und Neuseeland.