Oro-fazio-digitales Syndrom Typ 6

Klassifikation nach ICD-10
Q87.0 Angeborene Fehlbildungssyndrome mit vorwiegender Beteiligung des Gesichtes
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
LD25.00 Oro-fazio-digitales Syndrom
ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion)

Das Oro-fazio-digitales Syndrom Typ 6 oder (OFD VI) ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit einer Kombination von neurologischen Veränderungen wie beim Joubert-Syndrom, Veränderungen in Gesicht und Mund und Polydaktylie. Es kann zu den Oro-fazio-digitalen Syndromen gezählt oder als Subtyp des Joubert-Syndromes (Joubert-Syndrom und verwandte Krankheiten) angesehen werden.

Synonyme sind: OFD6; Polydaktylie - Gaumenspalte - verspätete psychomotorische Entwicklung; Varadi-Papp-Syndrom; Váradi-Syndrom

Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1980 durch die ungarischen Pädiater V. Váradi, L. Szabó und Z. Papp.

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, die Vererbung erfolgt teilweise autosomal- oder X-Chromosomal-rezessiv.

Ursache

Der Erkrankung liegen teilweise Mutationen im C5ORF42-Gen auf Chromosom 5 Genort p13.2 oder im TMEM216-Gen auf Chromosom 11 Genort q13.1 zugrunde.

Die Erkrankung kann als Allel des Joubert-Syndromes 17 angesehen werden.

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:

Differentialdiagnose

Abzugrenzen sind andere Formen des Oro-fazio-digitalen Syndromes, das Joubert-Syndrom sowie das C-Syndrom.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Eintrag zu Oro-fazio-digitales Syndrom Typ 6. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
  2. ↑ V. Váradi, L. Szabó, Z. Papp: Syndrome of polydactyly, cleft lip/palate or lingual lump, and psychomotor retardation in endogamic gypsies. In: Journal of medical genetics, Band 17, Nr. 2, April 1980, S. 119–122; PMID 7381865, PMC 1048515 (freier Volltext).
  3. ↑ Orofaciodigital syndrome VI. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)