Varenrode

Varenrode
Gemeinde Spelle
Koordinaten: 52° 23′ N, 7° 26′ OKoordinaten: 52° 23′ 16″ N, 7° 26′ 4″ O
Fläche: 8,33 km²
Eingemeindung: 1. Januar 1971
Postleitzahl: 48480
Vorwahl: 05977
Varenrode (Niedersachsen)
Varenrode (Niedersachsen)
Lage von Varenrode in Niedersachsen

Varenrode ist ein Ortsteil der Gemeinde Spelle im niedersächsischen Landkreis Emsland. Bis 1971 bildete Varenrode eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Lingen.

Geographie

Das Dorf Varenrode liegt etwa zweieinhalb Kilometer nordwestlich von Spelle. Weitere Wohnplätze im ehemaligen Gemeindegebiet sind Buthof, Eßmoor und Schierring. Die Speller Aa durchfließt den Ortsteil von Süden nach Norden.

Geschichte

Varenrode wurde erstmals im Jahr 890 im Werdener Heberegister als Teil des Venkigaus urkundlich erwähnt. Die Bauerschaft Varenrode gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Schapen der Grafschaft Lingen, die seit 1702 zu Preußen gehörte. Von 1808 bis 1810 gehörte der Ort zum Département Ems des Großherzogtums Berg und von 1811 bis 1813 zum Kanton Lingen im Departement der Oberen Ems des Französischen Kaiserreichs. 1814 fiel Varenrode an das Königreich Hannover und kam dort zum Amt Lingen. Die Gemeinde Varenrode fiel 1867 mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Lingen. Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Varenrode am 1. Januar 1971 Teil der Gemeinde Spelle, die seit 1977 zum Landkreis Emsland gehört.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812268
1845297
1871217
1885202
1895217
1905217
1925286
1939325
1950416
1961344
1970394

Baudenkmale

Der Hof Butmeyer mit mehreren Nebengebäuden steht unter Denkmalschutz.

Vereine

Der Sportverein Schwarz-Weiß Varenrode 1956 hat unter anderem Sparten für Fußball und Tennis. Der Schützenverein St. Andreas Varenrode betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des Schützenbrauchtums.

Verkehr

Varenrode liegt an der Bundesstraße 70, die von Rheine nach Lingen führt.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  2. ↑ Peter Florens Weddigen: Westphälischer historisch-geographischer National-Kalender. 5. Jahrgang. Kleinenbremen 1806, Beschreibung der Grafschaft Lingen (google.de).
  3. 1 2 Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813 (google.de).
  4. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1971
  5. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848 (google.de).
  6. ↑ Volkszählung 1871
  7. ↑ Volkszählung 1885
  8. ↑ Volkszählung 1895
  9. ↑ Volkszählung 1905
  10. 1 2 Michael Rademacher: Lingen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  11. ↑ Webseite des Sportvereins Varenrode
  12. ↑ Webseite des Schützenvereins Varenrode