Veit Karsten Mette (* 1961 in Bielefeld, bekannt als Veit Mette) ist ein deutscher Fotograf und Fotojournalist.
Mette studierte Kunstpädagogik an der Universität Bielefeld. Seit 1990 ist er für Zeitungen, Zeitschriften sowie für Unternehmen und Stiftungen als Fotograf in den Bereichen Reportage, Porträt und PR tätig. Neben diesen Printveröffentlichungen in Publikationen wie Amica, Stern, Süddeutsche Zeitung, Geo und Die Zeit präsentiert er seine künstlerischen Arbeiten in zahlreichen Büchern und Ausstellungen. Veit Mette lebt und arbeitet in Bielefeld. 2015 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Bielefeld. Veit Mette ist Mitglied der Bildagentur Laif (Köln).
Sein Bruder Til Mette ist als Cartoonist tätig.
Typisch für sein Werk ist der anthropologische Blick auf Menschen und Alltagssituationen. Ein besonderes Merkmal seiner künstlerischen Arbeit ist die fotografische Sichtbarkeit seiner Bilder im öffentlichen Raum, wo sie häufig als zugleich vertraut und als Dissonanz oder Störung wahrgenommen werden.
Seit den 1990er Jahren realisiert Mette fotografische Kunstprojekte im öffentlichen Raum. Dazu gehören seit 1998 ein Doppelzug der Bielefelder Straßenbahn („Bethel-Bahn“) mit Bildern aus dem Alltag behinderter Menschen aus den Bodelschwingh’schen Anstalten, eine Fotoausstellung über den Alltag jugendlicher Strafgefangener, die im Innenhof der Justizvollzugsanstalt Herford (1999) gezeigt wurde, seit 2006 eine großformatige Fotoausstellung aus dem Hochschulleben in der zentralen Wandelhalle der Universität Bielefeld oder seit 2020 die großformatigen Portraits von Kindern und Jugendlichen an den Hochhäusern ihres Stadtteils Bielefeld-Baumheide. Ziel dieser und weiterer Fotoprojekte und Kunstaktionen im öffentlichen Raum ist eine Bedeutungsverschiebung in der Selbstwahrnehmung der Betrachtenden und das Selbstverständliche ihrer öffentlichen Sichtbarwerdung.
Mette realisiert außerdem Multimediaprojekte, wie das über das Leben der dritten Generation von türkischen und kurdischen Jugendlichen (Generation Üc) oder ein multimediales Stadtportrait von Bielefeld (Heimat bis wolkig), das im Rahmen der 800-Jahr-Feier der Stadt gezeigt wurde.
Neben seiner Tätigkeit als freiberuflicher Fotograf nahm Mette auch Tätigkeiten als Dozent an, wie für die Arbeiterwohlfahrt, Artists@School, das Künstlerhaus Lydda oder das Museum Marta in Herford. Seit 1990 hatte Mette fotografische Ausstellungen in zahlreichen deutschen Städten, sowie in den Niederlanden, Lettland, Polen, Russland und Spanien. In dieser Zeit erschienen außerdem elf Bücher mit seinen Arbeiten.
Seine frühen Arbeiten sind sozialdokumentarisch-essayistische Fotografien in Schwarz-Weiß. Diese Art der Fotografie findet sich bei Mette bis heute. Ein weiterer Strang, der durch eine Auseinandersetzung mit den virtuellen Möglichkeiten von Fotografie hinzugekommen ist, sind Techniken der digitalen Mehrfachbelichtung. Die dabei entstehende Unschärfe ergibt sich aus der Bewegung des Fotografen im Moment der Aufnahme, nicht durch eine digitale Nachbearbeitung. Mithilfe dieser Technik gelingt es ihm, die Erfahrung der Fragmentierung, Zerrissenheit und Unschärfe in der Weltwahrnehmung visuell sichtbar werden zu lassen.
Zusätzlich bestimmend wurde seitdem für seine Fotografien, neben der Erweiterung der technisch-digitalen Möglichkeiten, eine fotografische Auseinandersetzung mit dem dadurch zugleich veränderten Wahrheitsversprechen der Fotografie und dadurch ausgelöst, eine Vertiefung des Poetischen in seinen Bildern. Besonders deutlich wird dies im sog. „Böckstiegel-Zyklus“, einer fotografischen Auseinandersetzung mit den Bildern des Malers Peter August Böckstiegel.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mette, Veit |
| ALTERNATIVNAMEN | Mette, Veit Karsten (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fotograf und Fotojournalist |
| GEBURTSDATUM | 1961 |
| GEBURTSORT | Bielefeld |