Unter dem Vorsitz des Deutschseckelmeisters bildeten die vier Venner die deutsche Vennerkammer (Finanzkommission), unter dem Welschseckelmeister die welsche Vennerkammer. Die Kammer besass weit reichende Kompetenzen, nicht nur in finanzieller Hinsicht. Sie erstellte staatsrechtliche Gutachten, beriet lehensrechtliche Streitigkeiten und wählte die bernischen Gesandtschaften.
Johann Rudolf Gruner, Deliciae urbis Bernae: Merckwürdigkeiten der hochlöbl. Stadt Bern. Aus mehrenteils ungedruckten authentischen Schrifften zusammen getragen, Zürich 1732, S. 40–41. online
Christoph von Steiger: Innere Probleme des bernischen Patriziates an der Wende zum 18. Jahrhundert, Bern 1954.