Vera Hatz

Vera Hatz (2008)

Vera Hatz (* 15. August 1923 in Hamburg, geborene Jammer; † 18. Oktober 2010 in Eutin) war eine deutsche Numismatikerin.

Leben

Sie wurde am 14. Juli 1951 an der Universität Hamburg mit einer Arbeit zu den Anfängen des Münzwesens in Sachsen promoviert. Zusammen mit Peter Berghaus und ihrem Mann Gert Hatz gehört sie als Schülerin von Walter Hävernick zur „Hamburger Schule“ der Numismatik. Seit dem 16. Juli 1951 war sie als wissenschaftliche Hilfsarbeiterin am Museum für Hamburgische Geschichte tätig, ab dem 1. November 1954 begann sie für die Numismatische Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland die Bearbeitung der deutschen Münzen des 10. und 11. Jahrhunderts in den Münzfunden der Wikingerzeit in Schweden. Ihre Ergebnisse dazu erschienen seit 1975 im Corpus. Nummorum. Saeculorum. IX-XI qui in Suecia reperti sunt. Grundlegend ist ihre Klassifizierung der Otto-Adelheid-Pfennige.

Sie gehört mit ihrem Mann zu den bedeutendsten Mittelalternumismatikern, insbesondere auf dem Gebiet der Münzen und Geldgeschichte des 10. und 11. Jahrhunderts. 1993 wurde sie gemeinsam mit ihrem Mann als Kommandeurin des schwedischen Nordstern-Ordens ausgezeichnet. 2003 erhielten beide die Medaille der Royal Numismatic Society.

Vera Hatz ruht neben ihrem Ehemann auf dem Friedhof Volksdorf.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Ralf Wiechmann: Gert Hatz 4. Januar 1928 – 5. September 2017. In: Numismatisches Nachrichtenblatt. 66. Jahrgang, Nr. 11, November 2017, S. 443–446.
Personendaten
NAME Hatz, Vera
ALTERNATIVNAMEN Jammer, Vera
KURZBESCHREIBUNG deutsche Numismatikerin
GEBURTSDATUM 15. August 1923
GEBURTSORT Hamburg
STERBEDATUM 18. Oktober 2010
STERBEORT Eutin