
Verena Haller (* 26. September 1944 in Menziken, Kanton Aargau, Schweiz) ist eine deutschsprachige Lyrikerin, Dramatikerin, Schriftstellerin und Schauspielerin. Sie lebt in Ascona und Locarno.
Verena Haller, aufgewachsen als Adoptivkind im Aargau, besuchte zwischen 1960 und 1963 erst die Schauspielschule Wolf Bosshard in Zürich und danach die Schauspielakademie Zürich, damals noch Bühnenstudio genannt. Verschiedene Engagements folgten an der Zürcher Märchenbühne, am Stadttheater Chur, am Schauspielhaus Zürich und an verschiedenen Kleinbühnen in der Schweiz, u. a. in Basel und dem Kellertheater Bremgarten. Daneben schrieb sie Gedichte, Hörspiele und Theaterstücke. 1975 erschien ihr erster Lyrikband Kieselsteine im Regen im Baden-Verlag durch den Herausgeber Paul Bieger, und bis heute folgten die Gedichtbände Lied das brennt, Baum im Wind, Bilder in meinem Mund und Fels im Sand der Zeit.


Das Radiostudio Basel veröffentlichte 1977 ihr Hörspiel Der Kreis unter der Regie von Joseph Scheidegger. Beim Dramen-Wettbewerb der Schweizer Städte wurde sie ausgezeichnet mit dem Theaterstück DA-Lam und Sideire. Ihre Texte wurden zudem in vielen Zeitungen und Zeitschriften der Schweiz und Israel veröffentlicht, u. a. in der NZZ, in Die Tat, Der Bund, Aargauer Tagblatt, AZ, St. Galler Tagblatt, Tessiner Zeitung und diversen Anthologien.
Während vieler Jahre arbeitete Verena Haller als Rezitatorin.
Sie trat in der Schweiz und Liechtenstein mit ihrem eigenen Programm Dichtung und Musik auf, zusammen mit verschiedenen Musikern, vorwiegend Mitgliedern der Tonhalle Zürich wie Claude Starck (Cello), Samuel Langmeier (Cello), Anton Fietz (Violine), Elemer Glanz (Violine) und den Pianisten Boris Merrson, Werner Bärtschi und Walter Boller sowie dem Gitarristen Dominique Starck. Ziel dieser Programmreihe war es, neben den klassischen auch zeitgenössische Autorinnen und Autoren aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Israel bekannt zu machen, wie zum Beispiel die israelischen Schriftsteller David Rokeah und Aharon Appelfeld, mit denen Haller eine langjährige Freundschaft pflegte. Auch von unbekannten jüdischen Dichterinnen und Dichtern, die in Konzentrationslagern im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren, wurden Texte gelesen, um ihnen dadurch ihre Stimme wiederzugeben.

1975 wurde Verena Haller vom Nachlassverwalter von Else Lasker-Schüler, Manfred Sturmann, an die Hebräische Universität Jerusalem eingeladen, um den Nachlass der Lyrikerin zu studieren. Aus dieser Arbeit entstand das Rezitationsprogramm Lieber Indianer über Else Lasker-Schüler, das in verschiedenen Schweizer Städten aufgeführt wurde.
Im Zentrum der künstlerischen Tätigkeiten von Verena Haller blieb aber immer das Schreiben. Neben Prosatexten und Bühnenwerken bildet der Schwerpunkt ihres Schaffens die Lyrik.
Verena Haller lebt heute nach dem Tod ihres Mannes, des Kinderbuchautors, Schauspielers, Journalisten und Dramaturgen Hannes Schmid (* 23. Januar 1939; † 23. November 2016), in Ascona und Locarno, Tessin. Sie hat drei Töchter.
1979: Auszeichnung des Dramenwettbewerbs der Schweizer Städte für das Theaterstück DA-Lam und Sideire
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Haller, Verena |
| KURZBESCHREIBUNG | deutschsprachige Lyrikerin, Dramatikerin, Schriftstellerin und Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 26. September 1944 |
| GEBURTSORT | Kanton Aargau, Schweiz |