
Ein Verlustsystem ist in der Verkehrstheorie ein System, das nicht zu jedem Zeitpunkt dem Angebot gewachsen ist. Wenn die Leistung des Systems (auch Belastung genannt) übersteigt, wird der Restverkehr abgewiesen, da die für den Aufbau der Verbindung benötigten technischen Einrichtungen nicht zur Verfügung stehen. Dies können Leitungen, Kanäle, Kopplungsanordnungen oder sonstige Ressourcen sein. Die Leistung ist das Produkt der Belegungen pro Stunde und der mittleren Belegungsdauer .
Die meisten vermittlungstechnischen Anlagen (z. B. EWSD) arbeiten nach dem Prinzip des Verlustsystems.
Im Gegensatz zu Wartesystemen haben Verlustsysteme keinen Warteraum zum Zwischenspeichern von eintreffenden Aufträgen.
In einem Verlustsystem werden zwei Arten von Verlust unterschieden:
Beide Arten lassen sich ineinander umrechnen:
Bei den ehemaligen analogen Vermittlungsstellen der Deutschen Telekom wurde anhand tolerierbarer Verluste die Bemessung von Leitungsbündeln vorgenommen.