Vertell doch mal ist ein plattdeutscher Schreibwettbewerb, der vom NDR, Radio Bremen und dem Hamburger Ohnsorg-Theater durchgeführt wird.
Das erste Mal wurde Vertell doch mal 1988 ausgetragen.
Die Geschichten der Gewinner werden aktuell mit insgesamt 5400 Euro belohnt. Die besten Geschichten (22, 25, 26 bzw. 29) brachte bis 1995 der Quickborn-Verlag in Buchform heraus, anschließend – bis 2017 – der Wachholtz Verlag. Seit 2018 werden die plattdeutschen Geschichten im Husum Verlag in der Verlagsgruppe Husum veröffentlicht. 1994 bekam die Aktion den Niederdeutschen Literaturpreis der Stadt Kappeln verliehen. Einreichen kann jeder seine bisher noch nicht veröffentlichte Kurzgeschichte zum aktuellen Thema. Der Umfang darf dabei keine 1,5 DIN-A4-Seiten (12 Pkt, 1,5 Zeilen) überschreiten. Jedes Jahr begleitet ein Promi, wie zum Beispiel Yared Dibaba oder Enie van de Meiklokjes den Wettbewerb als Botschafter oder Botschafterin.
Seit 2017 gibt es zusätzlich einen Preis für Kinder und Jugendliche, der mit 400 Euro dotiert ist. 2026 wurde das Preisgeld auf 1.000 Euro erhöht. Außerdem dürfen nun neben Kurzgeschichten auch andere Formate, wie Hörspiele, Podcasts, Instagram-Reels oder Comics eingereicht werden und Gruppen teilnehmen.
Insgesamt wurden (Stand 2019) 44.000 Kurzgeschichten eingereicht, die in der Landesbibliothek Schleswig-Holstein archiviert werden. Die Radioprogramme des NDR und Radio Bremen senden jeweils Auszüge der Preisverleihung aus dem Hamburger Ohnsorg-Theater.